Feuerwehr versteht es zu feiern

Dudenhöfer Brandschützer machen den Dalles zur Partyzone

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Klassiker: Traditionell begann das Fest zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Dudenhofen am Freitagabend mit dem Bieranstich.

Freiwillige Feuerwehr Dudenhofen - gibt es die denn noch? Im Feuerwehrhaus ist schließlich seit Jahren die Polizei daheim. Seit dem zweitägigen Jubiläumsfest am Wochenende sind alle eventuell vorhandenen Zweifel beseitigt.

Dudenhofen – Vom traditionellen Festbieranstich am Freitagabend bis zur Freiluftparty am Samstag auf dem Dalles zeigte sich der aktuell rund 250 Mitglieder starke Verein so lebenskräftig wie eh und je in seiner 125-jährigen Geschichte.

Etwa zu der Zeit, als Helmut Rühl die Verantwortung für die Dudenhöfer Brandschutztruppe trug. 1965 war er Kommandant geworden, wie es damals hieß. Als er 1988 aus dem Amt schied, nannte sich der Posten Wehrführer, darüber hinaus war Rühl nach der Gebietsreform der erste Gesamt-Rodgauer Stadtbrandinspektor geworden.

Zum Festauftakt wurde der Zeitzeuge von Vereinschef Gerhard Weitz als Ehrenwehrführer begrüßt, sichtlich genoss Rühl das Treiben auf dem Festplatz mitten im Ort und erzählte jedem, der zuhören wollte, aus der Vergangenheit - als der heutige Polizeiposten schräg gegenüber dem Bürgerhaus an der Georg-August-Zinn Straße noch das Spritzenhaus war, wo der Truppe nach dem Zweiten Weltkrieg nur ein handgezogener Anhänger mit tragbarer Motorspritze und später als erstes richtiges Auto ein Opel Blitz zur Verfügung stand.

Heute stehen Fahrzeuge und Geräte in der Feuerwache Rodgau-Süd, wo die Einsatzabteilungen aus Dudenhofen und Nieder-Roden gemeinsam residieren. Der Feuerwehrverein aber ist weiter eine Dudenhöfer Angelegenheit und nach wie vor aktiv und hat im Jubiläumsjahr den Ehrgeiz, das auch zu zeigen.

Zum Bieranstich am Freitagabend boten Gerhard Weitz und der fünfköpfige Festausschuss, der das Wochenende geplant und organisiert hatte, eine eindrucksvolle Promi-Riege auf. Zur Musik der Stadtkapelle aus Seligenstadt, die unter der Leitung von Matthias Müller bis in den späten Abend für Stimmung sorgte, schwang Landtagsvizepräsident Frank Lortz den Hammer. Vier Schläge, kurz und trocken, brauchte der Routinier aus Froschhausen.

Robert Glaab, Brauereichef aus Seligenstadt, war gekommen und bekam wie die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul und Ehrenbürger Paul Scherer seine Maß von der ersten Runde Freibier ab. Dem traditionellen Auftakt folgte am Samstagabend die erste große Freiluft-Party der Saison. Mit der Band „Hang Over“ aus dem Spessart rockten mehrere hundert Besucher bis Mitternacht.

Bevor das Jubiläum Teil der Dudenhöfer Feuerwehrgeschichte wird, hat der Verein laut Gerhard Weitz noch einiges vor. An Fronleichnam steht beim Feuerwehrfest an der Wache Süd wieder der spektakuläre Einsatzwettkampf „Fire fit“ mit internationaler Beteiligung auf dem Programm. Am 17. August fahren die Mitglieder mit einem Dampfzug durch den Odenwald nach Heidelberg, im November schließt das Jubeljahr mit einem Gedenk- und Ehrungstag.  

zrk

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