Balance und Luftsprünge

Trial-Fahrer trainieren jetzt beim TSV Dudenhofen

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Körperbeherrschung ist alles: ob bei einem Fest in Jügesheim (linkes Foto) oder auf einem Wettkampfparcours.

Eine spektakuläre Sportart nimmt der TSV Dudenhofen in sein Angebot auf: Fahrrad-Trial ist eine spezielle Form des Hindernisfahrens. Beim Zuschauen fühlt man sich wie im Zirkus.

Am Pfingstsonntag stellt sich die neue Sparte des 130-jährigen Vereins erstmals der Öffentlichkeit vor. Das Trainingsgelände befindet sich auf dem Park- und Festplatz an der Opelstraße.

Trial-Sportler fahren, hüpfen oder springen über Hindernisse. Balken, Bohlen, Holzpaletten, Felsbrocken, Bauschutt, Ölfässer oder Schrottautos: Für einen Trial-Parcours eignet sich so ziemlich alles, was man den Fahrern in den Weg legen kann.

Bei Wettkämpfen gilt es, einen Hindernisparcours in einer vorgegebenen Zeit von beispielsweise zwei Minuten zu absolvieren. Wer mit dem Fuß auf den Boden kommt oder mit dem Fahrrad ein Hindernis berührt, kassiert Strafpunkte.

Die Fahrer müssen ihr Zweirad in jeder Situation perfekt beherrschen. Sie brauchen Kraft, Geschicklichkeit, Konzentration und Balance. „Da muss man sich voll konzentrieren. Je höher es geht, umso mehr arbeitet der Kopf“, erklärt Armin Röhnke, der Initiator der neuen TSV-Abteilung. Im Bruchteil einer Sekunde läuft vieles ab. „Da geht richtig was ab im Körper. Es sieht immer spielend leicht aus, aber wenn man es mal probiert, merkt man, wie schwierig es ist.“ Röhnke gibt zu: Auch das Angstgefühl muss man unter Kontrolle halten.

Die Trial-Räder sind spezielle Sportgeräte, die für den Straßenverkehr untauglich sind. Sie haben Reifen wie Mountainbikes, kräftige Bremsen, aber keinen Sattel. Man fährt sie stehend. „Die Basics, das Stehen auf dem Fahrrad, kann man auch mit dem Mountainbike üben“, erklärt Röhnke.

Er ist froh, mit seinem ungewöhnlichen Sport beim TSV eine Heimat gefunden zu haben. Damit ist auch der Anschluss an einen Dachverband gesichert. Dank der Einradabteilung ist der Verein bereits Mitglied im Bund Deutscher Radfahrer (BDR).

Für besonders gefährlich hält Röhnke das Trialfahren nicht: „Wir fahren nicht auf Geschwindigkeit, sondern wir balancieren. Da ist aus meiner Sicht die Verletzungsgefahr nicht so hoch.“

Wer Trialfahrer in Aktion erleben möchte, kann am Sonntag, 9. Juni, zum TSV kommen. Auf dem Parkplatz hinter der Turnhalle eröffnet der Verein seinen Trial-Trainingsplatz. Zwischen 14 und 18 Uhr sind kleine Vorführungen zu sehen. Kaffee und Kuchen gibt es auch.  eh

Infos:

fahrradtrial-rhein-main.de

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