Jügesheimer Verein bietet neuerdings das Sling-Training an

Eine ganz tolle Haltung

Das Sling-Training ist der jüngste Spross in der großen JSK-Sport-Familie. Der neu gewählte Vorstand der Abteilung Fitnesssport etabliert die Schlaufen-Übungen im Verein (von links): Lydia Schültje, die Ehrenvorsitzende des Gesamtvereins, Heide Klabers, die Abteilungsvorsitzende Angelika Stark und Hannelore Dittrich.
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Das Sling-Training ist der jüngste Spross in der großen JSK-Sport-Familie. Der neu gewählte Vorstand der Abteilung Fitnesssport etabliert die Schlaufen-Übungen im Verein (von links): Lydia Schültje, die Ehrenvorsitzende des Gesamtvereins, Heide Klabers, die Abteilungsvorsitzende Angelika Stark und Hannelore Dittrich.

Auch wenn das Wortspiel naheliegt: Beim Jügesheimer Sport- und Kulturverein (JSK) hängt niemand in den Seilen. Ganz im Gegenteil, ein Dutzend Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer bildeten sich weiter zum Sling-Übungsleiter. Dafür engagierte die Abteilungs-Vorsitzende Angelika Stark eine Fachkraft aus München.

Jügesheim – Slings oder Sling-Rhythmus nennt sich das revolutionäre Konzept, auf das die Abteilungs-Vorsitzende Angelika Stark vor etwa zehn Jahren stieß. Damals bildete sie sich bei der Fitnessconvention in München weiter und sah erstmals Menschen in von der Decke hängenden Schlaufen üben.

„Man trainiert die innere Muskulatur“, ist Angelika Stark von dem Konzept überzeugt. „Das ist Fitness hoch zehn“. Die sportlichen Einheiten zielen weniger auf die großen, stabilisierenden Muskelgruppen ab. Kraft und Beweglichkeit wachsen durch den Widerstand des Bandes. Der eigene Körper sucht sekündlich nach Stabilität und stärkt dadurch sogar gelenknahe Muskelgruppen.

Damit der Sling- oder auch Schlaufen-Sport in die große Gesundheitssparte des JSK integriert werden kann, bildete die Münchner Sportwissenschaftlerin Andrea Gundel die künftigen JSK-Fachkräfte aus. Die notwendige Erfahrung sammelte sie über viele Jahre bei ihrem Arbeitgeber Euro Education in München; dort leitet sie Kurse mit angehenden Vereinstrainern.

„Der Sport hat mit Abnehmen nichts zu tun“, erläuterte die lizenzierte Rückenschul-Leiterin. Die Einheiten sind besonders geeignet, den Rumpf zu kräftigen. Die gewonnene Stabilität führt zu einer ganz neuen Haltung. Je nach Ziel werden entweder die Arme oder die Beine von den Schlingen getragen. Der Übungseffekt entsteht durch den permanenten Ausgleich der Extremitäten auf der Suche nach Halt. „Dadurch bekommt man eine athletische Figur, man kräftigt den Körper in seiner Gesamtheit“.

Den Effekt merkte auch Angelika Stark: „Wir haben alle den Körper gespürt, das gibt eine tolle Haltung, weil es mehr in die Rumpfmuskulatur geht“.

Einige Jahre nach ihrem ersten Kontakt mit dem neuen Programm auf der Münchner Fitnessconvention legte Vorstandsmitglied Angelika Stark dem JSK-Vorstand ihr Sling-Konzept vor. Nun ist ihr Fitnessprogramm mit den Trainingsutensilien und der Finanzierung verabschiedet.

Die JSK-Halle im Ostring wird zum vereinseigenen Sling-Center. Die baulichen Veränderungen sind deutlich zu sehen, denn Traversen halten die Übungsseile. 12 000 Euro kostete diese Halterungskonstruktion, etwa 4 500 Euro nahm der Klub für die Ausbildung inklusive Inventar in die Hand.

Die Fitnesssportabteilung des Vereins zählt 800 Mitglieder. Wer das neue Konzept kennenlernen möchte, meldet sich in der Jügesheimer Geschäftsstelle unter z 06106 645130 oder per E-Mail an info@jskrodgau.de an. (Von Andreas Pulwey)

Der JSK erweitert sein Sport- und Gesundheitsangebot um das Sling-Training. Sportwissenschaftlerin Andrea Gundel vom Münchner Unternehmen Euro Education führte die künftigen JSK-Übungsleiterinnen und Übungsleiter ein.

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