Wahlprogramm der Liberalen regt Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe an

FDP Rodgau will weiter in Bildung investieren

Die Kita 13 an der Breubergstraße in Nieder-Roden wurde im April 2018 offiziell eröffnet.
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Bildung fängt im frühen Kindesalter an. Die FDP Rodgau will weiter in den Kita-Ausbau investieren. Das Foto zeigt die Kita 13 an der Breubergstraße in Nieder-Roden, die im April 2018 eröffnet wurde.

In ihrem Wahlprogramm für 2021 bis 2026 regt die FDP Rodgau Investitionen in Bildung, Familie, Medienkompetenz und kommunale Infrastruktur in zweistelliger Millionenhöhe an. „Vorfahrt für Bildung“ sei nach wie vor das Credo der Liberalen, erläuterten Spitzenkandidat Michael Schüßler und Fraktionsvorsitzender Heino Reckließ in einer Videokonferenz. Rodgau solle d e r Bildungsstandort im Kreis OF bleiben.

Rodgau - Noch in diesem Jahr würden 275 zusätzliche Kitaplätze (dann 1 925) geschaffen und 110 neue U-3-Plätze. Zur Sprachförderung kann sich die FDP einen mehrsprachigen Kindergarten (Deutsch, Englisch, Spanisch) als Ergänzung des Betreuungsangebots vorstellen. Das Aufwachsen in einer multimedialen Lebenswelt mache außerdem ein Medienkompetenzkonzept für Kitas unverzichtbar. Flankierend dazu solle ein Medienkompetenzzentrum gebaut werden, das – jenseits des in den Büchereien bestehenden Angebots – Menschen jeden Alters Kernkompetenzen vermittele.

Ergänzend dazu könnten nach FDP-Vorstellung Familienzentren, wie es eines in Jügesheim bereits gibt, in allen Stadtteilen entstehen. „Bei der Planung des Neubaugebiets N39 in Nieder-Roden wollen wir so etwas von Anfang an mit einbeziehen“, warb Schüßler für diese Idee. „Bevor in Neubaugebieten das erste private Haus gebaut wird, muss die Betreuungssituation klar sein.“ Beides – Familienzentren und Medienkompetenzzentrum – könnten wie eine Art Bildungscampus zusammenarbeiten.

FDP Rodgau denkt über eine Stadthalle nach

In Gang kommen müssten auch Gespräche über den Neubau einer Stadthalle für Vereine, Kultur, Sport und mehr – bei gleichzeitigem Erhalt der bestehenden Bürgerhäuser. „Wir leben in einer wachsenden Stadt, die eine eigene Stadthalle gut vertragen könnte“, argumentierte der Spitzenkandidat. Stehen soll sie nahe dem Badesee. „Dann könnten wir dort auch das Parkplatzproblem lösen und eine bessere Anbindung an den ÖPNV bekommen.“

Apropos Vereine: Ihnen möchte die FDP weit höhere Investitionskostenzuschüsse zugestehen als die 200 000 Euro, die es bisher pro Jahr gibt. „Die Regelung besteht seit 2012. Wenn wir mal nur die Inflation ausgleichen wollten, müssten es schon 50 000 Euro mehr sein“, rechnete Schüßler vor. Auch sollen nicht abgerufene Gelder nicht mehr verfallen und bei der Stadt verbleiben, sondern auf einem Konto angespart werden.

Weniger Autofahrten - aber freiwillig

Wie positionieren sich die Liberalen zu Wachstum und Straßenverkehr? „Was wir in der Regierungskooperation  an Neubaugebieten angestoßen haben, reicht für die nächste Generation. Wir wollen ein maßvolles Wachstum – stehen aber auch zu unserer Verantwortung als Wohnstandort in der gesamten Region“, betonen Schüßler und Reckließ.

In Sachen Mobilität appellieren sie an ein Umdenken. Es gelte, die Kurzstreckenfahrten mit Autos zu reduzieren. Die Partei mache Alternativangebote – wie eine kostenfreie Nutzung der Stadtbuslinie. „Wir wollen niemand etwas vorschreiben. Aber wenn jeder daran festhält, dass er mit seinem eigenen Auto unbedingt vor seiner eigenen Tür parken muss, wird sich nichts ändern.“ Mit im Programm steht auch der Weiterbau der Rodgau-Ringstraße Richtung A 3. Den hatte die FDP gerade eben erst als Kooperationsmitglied im Parlament abgelehnt. „Es gab dazu die Absprache, dass wir den Weiterbau als Kooperation in der auslaufenden Legislaturperiode nicht angehen“, erläuterte Reckließ, dem besonders die Themen Sicherheit und Sauberkeit am Herzen liegen. Die Ordnungspolizei müsse verstärkt werden.  (bp)

Mehr Informationen im Netz auf der Seite der FDP Rodgau: fdp-rodgau.de

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