Corona und die Auswirkungen

Dramatischer Gewerbesteuer-Einbruch bleibt Rodgau bisher erspart

Durch die Corona-Pandemie sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer eingebrochen - in Rodgau nicht ganz so stark wie in anderen Städten.
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Durch die Corona-Pandemie sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer eingebrochen - in Rodgau nicht ganz so stark wie in anderen Städten.

Trotz Coronakrise sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Rodgau nicht so stark eingebrochen wie in anderen Städten und Gemeinden der Region. Die angekündigte Hilfe von Bund und Land gleicht den Rückgang fast aus.

Rodgau - 4,66 Millionen Euro kann die Stadt Rodgau als Ausgleichszahlung erwarten. „Die federn eine ganze Menge ab“, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann dankbar. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sei dieser Betrag relativ gering.

Zum Vergleich: Die etwa gleich große Stadt Dreieich bekommt fast doppelt so viel (8,66 Millionen), das deutlich kleinere Obertshausen 6,28 Millionen. Spitzenreiter im Kreis Offenbach ist Neu-Isenburg, das eine Ausgleichszahlung von 26 Millionen Euro erwartet.

Zusammen mit der Ausgleichszahlung liege das Rodgauer Gewerbesteueraufkommen in der ersten Jahreshälfte nur knapp unter dem sehr guten Vorjahresergebnis. Damals hatte die Stadt bis zum 31. Juli 22,8 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Zurzeit liege Rodgau mit der Ausgleichszahlung bei 21,9 Millionen.

Rodgau: Stadt bleibt mit Unternehmen im Gespräch

Jetzt sei „nicht der Moment, an dem man jammern sollte“, betont Hoffmann: „Bund und Land haben positive Akzente gesetzt. Das ist bemerkenswert.“ Eine Nothilfe in dieser Größenordnung sei bisher einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik.

Er freue sich, dass die mittelständischen Unternehmen in Rodgau „im Moment einigermaßen durch die Krise kommen“, betont Jürgen Hoffmann. Es handele sich allerdings um eine Momentaufnahme. Niemand könne eine Prognose für die nächsten Wochen oder Monate abgeben. Es bleibe wichtig, die Entwicklung der ortsansässigen Unternehmen im Blick zu behalten und mit den Unternehmen im Gespräch zu bleiben. In der Coronakrise müsse allen bewusst sein, „dass wir auf einem schmalen Grat wandeln. Es muss nur einen Ausrutscher geben und ruckzuck haben wir eine Situation, die wir alle nicht wollen.“ (eh) Offenbach: Massentests vor Schulstart als Lösung? 

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