Auf B45 und L3121

Glatteis-Unfälle mit sieben Verletzten: Ersthelfer eingeklemmt

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Bild von der Unfallstelle auf der B45. Weitere Motive in der Galerie.

Rodgau - Bei Glätte sind in der Nacht auf Freitag bei Rodgau insgesamt sieben Menschen mit ihren Autos verunglückt und verletzt worden. Zwei von ihnen - darunter ein Ersthelfer - erlitten schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.

Unfall auf der B45

Kurz nach 22 Uhr blieb zunächst der Wagen eines 23 Jahre alten Rodgauers auf der Bundesstraße 45 in Richtung Hanau wegen einer Panne auf dem Seitenstreifen liegen. Wenige Minuten später geriet eine 56 Jahre alte Frau mit ihrem Auto vermutlich wegen Glatteis ins Schleudern. Sie touchierte das Pannenfahrzeug und rutschte dann rechts in den Graben. Als der 22-jährige Beifahrer des Pannenwagens daraufhin nach der Fahrerin sehen wollte, verlor eine ebenfalls 22 Jahre alte Fahrerin eines in gleicher Richtung fahrenden Wagens vermutlich ebenfalls wegen Glätte die Kontrolle über ihren Wagen und erfasste den Ersthelfer. Dieser soll schwerste Kopfverletzungen erlitten haben und wurde daher sofort in ein Krankenhaus transportiert. Der Mann wurde zuvor unter einem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Sein Zustand galt als kritisch, konnte aber laut Polizei im Laufe der Nacht stabilisiert werden.

Neben der 56-jährigen Fahrerin aus Rodgau, die ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, erlitten alle anderen Unfallbeteiligten leichte Verletzungen. Die B45 bei Rodgau war während der Unfallaufnahme rund vier Stunden lang voll gesperrt. Erst um 2 Uhr in der Nacht konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden. Am Freitagmorgen fertigte die Besatzung eines Polizeihubschraubers Übersichtsaufnahmen der Unfallstelle an. Der Gesamtschaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.

Schwerer Glatteis-Unfall auf B45: Bilder

Unfall auf der L3121

Vermutlich ebenfalls wegen Glätte geriet in der Nacht auch ein Lkw auf einer nahe gelegenen Landstraße (L3121) ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden Wagen. Der Unfall passierte gegen 0.50 Uhr zwischen Rodgau und Seligenstadt. Ein Autofahrer wurde dabei leicht verletzt und ambulant behandelt. Laut Polizei verteilten sich die Trümmer zum Unfall auf mehreren hundert Metern. Der Wagen des 55-jährigen Autofahrers aus Rödermark, der zuvor von der Fahrbahn abkam, musste abgeschleppt werden. Der 49-jährige Lkw-Fahrer (aus Nürnberg) blieb unverletzt. Die Landstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme bis etwa 2.30 Uhr gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 10.500 Euro. (dr)

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