Evangelische Kirchengemeinde Nieder-Roden

Glockenturm kommt am Montag

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Die Vorsitzende des Bauausschusses, Claudia Wolny, und Architekt Uwe Kollmenter mit dem Modell des neuen Glockenturms. Er nimmt die drei Glocken auf, die früher in der Christuskirche ertönten – und hat noch Platz für eine mehr.

Nieder-Roden - Der Kran steht bereit. Auch das Fundament ist gegossen. Jetzt müssen nur noch die Betonstreben kommen. Dann kann der Glockenturm der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Roden aufgebaut werden. Von Bernhard Pelka 

Das Fundament, das derzeit noch trocknet, ist zwei Meter dick und hat die Abmessungen fünf mal fünf Meter.

Nach der Einweihung des erweiterten Gemeindehauses im September 2015 wäre dann das klerikale Ensemble am Puiseauxplatz komplett. Am nächsten Montag lohnt sich vormittags ein Spaziergang über den Puiseauxplatz besonders. Dann erwartet die evangelische Kirchengemeinde einen Tieflader. Er bringt vier jeweils elf Meter hohe Streben aus Stahlbeton. Die je 7,5 Tonnen schweren Stützen bilden das Skelett des neuen Glockenturms. Aus dem Verkauf ihrer Christuskirche, aus Spenden, Eigenmitteln und Zuschüssen der Landeskirche, hatte die Gemeinde 2014/15 ihr am Puiseauxplatz bestehendes Gemeindezentrum erweitert. Schon damals spielte sie mit dem Gedanken, dass erst ein Glockenturm den Umbau komplett machen wird. Das geschieht jetzt. Das rein aus Spenden und Eigenkapital finanzierte Bauwerk wird nach den Plänen des Architekturbüros Kollmenter/Fink errichtet – wie auch das Gemeindehaus zuvor.

Beim Umzug an den zentralen Platz des Stadtteils nahm die Gemeinde die alten Glocken mit – gestimmt in es (46 Kilogramm schwer), des (64 Kilo) und as (76 Kilo). Der neue Turm wird sie aufnehmen. Platz ist im Glockenstuhl allerdings für vier Expemplare. Es ist also noch Luft nach oben. „Wir hoffen abermals auf Spenden“, erläutert die Bauausschussvorsitzende Claudia Wolny. Geläutet werde immer kurz vor den Gottesdiensten und zum Vater unser. Ein Elektromotor treibt das Geläut über Zahnriemen an.

Der neue Turm steht rechts vom erweiterten Gemeindezentrum am Puiseauxplatz.

Der Turm wird in der oberen Hälfte komplett mit einer grauen Holzvertäfelung verschalt. Auf zwei Seiten steht hinter dieser Blende eine Betonwand, die anderen zwei Seiten (Richtung Puiseauxplatz und zur Lichtenbergstraße hin) sind ohne Betonwand ausgebaut, damit der Schall besser aus dem Turm dringen kann.

Die Stützen des Turms werden nicht verputzt, es bleibt beim Sichtbeton. Das Fundament, das derzeit noch trocknet, ist zwei Meter dick und hat die Abmessungen fünf mal fünf Meter. Darunter befindet sich noch zusätzlich eine Schüttung aus Magerbeton mit einer Stärke von 80 Zentimeter. Ausgespart sind im Fundament die einen Meter tiefen Schächte, die am nächsten Montag die Stützen aufnehmen werden. Die Einweihung ist für Herbst geplant.

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