Hinter dem Adventsbummel stehen Helfer aus allen Vereinen

Dorfplatz-Atmosphäre im Pfarrgarten

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Musik für einen guten Zweck: Lucas Hügel (links) und Felix Richter unterhielten die Adventsbummler mit Weihnachtsliedern.

Hainhausen - Nicht stressig shoppen, sondern beschaulich bummeln – auf der Zielgeraden der Vorweihnachtszeit ein Angebot, das sich nicht so ohne Weiteres ablehnen lässt. In der Tat kam es beim Adventsbummel am Samstag im Hainhäuser Pfarrgarten vor allem aufs Genießen an. Zahlreiche Besucher wussten das zu schätzen.

Schon bei der Premiere 2016 war das neue Format, von der Interessengemeinschaft der Ortsvereine (IGEMO) und den Haahäuser Kerbborsche erdacht und umgesetzt, gut angekommen. Was den Mini-Budenzauber auszeichnet und von anderen Weihnachtsmärkten abheben soll, pflegten die Veranstalter auch diesmal: Stände und Buden reihten sich um einen zentralen Platz, schufen Dorfatmosphäre und machten den Bummel zu einem Rundkurs – falls gewünscht, mit Endlosschleife. Freunden und Bekannten zu begegnen, war unter diesen Umständen fast unausweichlich und ist im Konzept der Gastgebergemeinschaft ausdrücklich gewünscht.

Familiär und gemütlich: Zum zweiten Mal war der Pfarrgarten an der Eppsteiner Straße am Samstag Schauplatz eines Hainhäuser Adventsbummels.

Jene ist nach Worten des IGEMO-Vorsitzenden Ralf Kunert deutlich größer, als es auf den ersten Blick scheint. Hinter den vier sichtbar präsenten Vereinen steht laut Kunert die gesamte örtliche Gemeinschaft der Ehrenamtlichen: „Sie packen bei Auf- und Abbau mit an, helfen bei der Organisation oder stellen ihrer Ausrüstung zur Verfügung.“ Eben dies mache die Hainhäuser Vereinsgemeinschaft aus: „Wir stehen zusammen, alles läuft Hand in Hand.“

Einig waren sich die Vereine, Bastler und Hobbykunsthandwerker, die mit dem Adventsbummel an die frühere Tradition der Weihnachtsmärkte auf der Hauptstraße angeknüpft hatten, laut Kunert im vergangenen Jahr auch, die Veranstaltung ausfallen zu lassen – aus Respekt vor und im Gedenken an den langjährigen IGEMO-Vorsitzenden Egon Laux, der im Herbst 2017 nach schwerer Krankheit verstorben war.

Im Angebot hat sich nach Wahrnehmung vieler Adventsbummler am Samstag ein Schwerpunkt verschoben. Auch wenn selbst genähte Kinderkleider, Mützen Schals und Handschuhe, Duftiges fürs Bad und Dekoratives für die Weihnachtsstube interessierte Betrachter und auch Abnehmer fanden, überwog diesmal doch jenes, was Leib und Seele zusammenhält: Leckeres aus Töpfen, Pfannen und vom Grill, gern auch in flüssiger Darreichungsform.

Adventsbummel in Hainhausen lockt Besucher: Bilder

So hatten die IGEMO und di Kleingärtner herzhafte Kartoffel- und Gärtnersuppe im Kessel. Zur Verdauung gleich genießen oder in Flaschen mit nach Hause nehmen ließ sich der Hainhäuser Burggeist, wahlweise als Schlehen-Likör oder für den eher robusten Geschmack auch als hochprozentiger Brand. Beim Verein der Feuerwehrfreunde hatte unter anderem der hessische Flammkuchen - Sauerkraut zu „Zwiwwele“ und Speck - Premiere, alternativ gab’s die mediterrane Variante mit „Tomaade und Fedda“, die Versionen klassisch oder süß: „Äbbel mit Zimt-Zugger“.

Gewonnen hat der Adventsbummel in der zweiten Auflage mit einem satten Zuschlag an selbst gemachter Musik. Dafür sorgten unter anderem Lucas Hügel (12) und Felix Richter (13). Mit Saxofon und Posaune stimmten die beiden auf Weihnachten ein und sammelten Spenden für das Kinderhospiz der Bärenherz-Stiftung. Festliche Gastspiele gaben außerdem die Formation „Da Chor“ des Gesangvereins Eintracht und ein Bläserensemble der Feuerwehrkapelle. (zrk)

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