Beim Aushub schwer verschätzt

Baggerführer machen Baugrube zu groß

+
Zwischen den Baustellen für das Seniorenheim (rechts) und der städtischen Kita (links) ist es von Haus aus sehr eng. Im Hintergrund, in der von Plastikplanen abgedeckten Zone, wurde zu viel Erdreich ausgebaggert.

Klar: Bauarbeiter müssen zupacken können. Sonst wird’s nichts. Besonders rustikal ging es jetzt allerdings im Neubaugebiet Hainhausen am Luise-Hensel-Weg zu. Dort entstehen in direkter Nachbarschaft eine städtische Kita und ein Altenpflegeheim mit 84 Plätzen.

Hainhausen – Baggerführer haben beim Aushub für das Seniorenzentrum übers Ziel hinausgegraben. „Die haben zu viel gebuddelt. Praktisch der ganze Garten der Kita ist weg“, sagt Erster Stadtrat Michael Schüßler.

Die Firma, die die städtische Kita errichtet, kann deshalb jetzt nur den Keller fertig mauern, dann ist vorerst Pause, bis die zu viel ausgebaggerte Zone in der Baugrube beim Nachbarn verfüllt und verdichtet ist. Erst dann kann der Rohbau weiter hochgezogen werden.

Sicher ist sicher: Ein knallroter Holzpflock markiert jetzt die Grenze zwischen den zwei Baustellen. Grenzsteine sind dort derzeit noch keine gesetzt.

Bis das soweit ist, zieht die gesamte Bau-Mannschaft von Hainhausen auf die nächste Kitabaustelle der Stadt an der Hauptstraße 177 in Weiskirchen um. Dort soll am 25. Oktober um 16 Uhr Spatenstich sein für ein baugleiches Kitagebäude, wie es auch am Luise-Hensel-Weg entsteht. Dass beide Häuser nach ein und demselben Bauplan unter Leitung desselben Architekten gebaut werden, erweist sich jetzt als glücklicher Umstand – und macht die ganze Aktion wesentlich einfacher.
Schüßler versichert, die Angelegenheit werde im Einvernehmen zwischen Stadt, Bauträger und Baufirma gütlich geregelt. „Die Schuldfrage ist geklärt, das ist alles kommuniziert. Es gibt keinen Stress deshalb.“
So sieht das wohl auch die Projektsteuerung für den Seniorenheimneubau. Sie liegt bei der pro-S-consult GmbH & Co. KG in Steinebach an der Wied in Rheinland-Pfalz. Geschäftsführer Peter Simon sagte gestern gegenüber unserer Zeitung. „Es wurde zu viel ausgehoben. Verzögerungen im Bauzeitenplan der Stadt gibt es deshalb aus meiner Sicht aber nicht. Sollten Kosten entstehen, werden die getragen. Wir sehen zu, dass wir so schnell wie möglich zuschütten.“

VON BERNHARD PELKA

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare