SG Hainhausen

Letzte Sturmschäden beim SG Hainhausen beseitigt

Durchblick ohne Löcher und Sprünge: Handwerker aus dem Kahlgrund beeindruckten Vereinschef Jochen Pommer am Samstag mit dem zügigen Austausch von vier großen Glasscheiben an der SGH-Halle. 
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Durchblick ohne Löcher und Sprünge: Handwerker aus dem Kahlgrund beeindruckten Vereinschef Jochen Pommer am Samstag mit dem zügigen Austausch von vier großen Glasscheiben an der SGH-Halle. 

Am Ende ging es verblüffend schnell. 252 Tage nach dem vernichtenden Sturm vom 18. August vergangenen Jahres brauchten die Glaser aus dem nahen Kahlgrund keine zwei Stunden, um dessen letzte Spuren am Hauptquartier der SG Hainhausen (SGH) zu beseitigen.

Hainhausen – Vereinschef Jochen Pommer ist erleichtert: „Jetzt können wir nach vorne schauen. “ Der Sturm hatte allein bei der SGH fast 70 .000 Euro Schaden verursacht. Mit dem Tausch der Fenster ist die Schadensbeseitigung nun abgeschlossen.

Aktuell hat die Corona-Krise den Verein mit 1100 Mitgliedern im Würgegriff. Der Sportbetrieb, der sich sonst auch im Frühjahr noch vorwiegend in der Halle neben den Tennisplätzen konzentriert, ruht laut Pommer komplett, sämtliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind abgesagt. Beim Einsatz der Glaser an der Halle am vergangenen Samstagmorgen bot das auch Vorteile: Keine Wettkämpfe, Übungsstunden oder Treffs, auf die die Terminplaner im Vorstand hätten Rücksicht nehmen müssen.

Freilich wären die Mitarbeiter des Unternehmers Holger Stadtmüller aus Sommerkahl wohl auch bei laufendem Betrieb zeitig genug fertig geworden, um niemandem im Weg zu sein. Weit vor der samstäglichen Frühstückszeit waren sie gegen 7 Uhr angerückt, hatten in der Halle ein Gerüst gestellt und damit begonnen, vier der acht großen Glaselemente aus der Fassade zu lösen. Erst 2015 hatte die SGH sie einsetzen lassen, nach der heftigen Hagel-Attacke im vergangenen Sommer wiesen sie gezackte Löcher oder Sprünge auf. Ebenso zügig waren die Ersatzscheiben, samt Rahmen jeweils runde 60 Kilo schwer und um die zwei Quadratmeter groß, an Ort und Stelle montiert. Gegen 9.30 Uhr war die Arbeit getan.

Damit können Jochen Pommer und seine Vorstandskollegen die Akte Sturmschäden schließen. Dass seit dem verheerenden Orkan gut acht Monate ins Land gegangen sind, liegt nach Worten des Vorsitzenden nicht zuletzt an der Bürokratie.

Die Reparatur musste förmlich ausgeschrieben werden, die eingegangenen Angebote hatte der Verein der Versicherung vorzulegen und die Prüfung abzuwarten. Schließlich galt es noch, einen geeigneten Termin mit der beauftragten Firma zu finden, die nach dem Unwetter alle Hände voll zu tun hatte.

Untätig war die SGH in der Zwischenzeit nicht. So galt es an der Halle sämtliche Rollläden zu ersetzen, die der Hagel ebenfalls durchlöchert hatte. Auf der Tennisanlage war der komplette Zaun hinüber, dessen Erneuerung laut Pommer allein über 30 000 Euro kostete. Eingerechnet das zweite SGH-Domizil im Ortskern, wo ebenfalls die Läden sowie die Dachrinnen gelitten hatten, kamen nach Worten des Vereinschefs fast 70 .000 Euro Schaden zusammen.

Wann der Sportbetrieb wieder losgehen kann, hängt laut Pommer vom weiteren Umgang der Politik mit der Pandemie ab. Bei der Planung, sofern denn möglich, orientiere sich der Sportverein in der Hauptsache an den Informationen des Landessportbundes, der seine Mitgliedsorganisationen ständig auf dem Laufenden halte.  

zrk

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