Spiellandschaften im Helixpark

Hainhausen: Noch ein bisschen warten

Sieht zwar schon schön und fertig aus, muss vor dem Gebrauch aber erst noch vom Tüv abgenommen werden: Die Spiellandschaft im Helixpark im Neubaugebiet Hainhausen-West.
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Sieht zwar schon schön und fertig aus, muss vor dem Gebrauch aber erst noch vom Tüv abgenommen werden: Die Spiellandschaft im Helixpark im Neubaugebiet Hainhausen-West. 

Milde 14 Grad, ab und zu blinzelt die Sonne durch: Die aktuelle Witterung bietet sich für Kurzausflüge zum Spielplatz mit den Kleinen geradezu an.

Hainhausen – Die ersten Familien, die im Neubaugebiet Hainhausen-West (H17) wohnen, müssen sich in dieser Hinsicht aber noch gedulden. Auch wenn es so aussieht: Der Helixpark zwischen Bebauungsgrenze und Lärmschutzzaun ist noch nicht fertig. Der Park entlang der Rodgau-Ring-Straße und vor allem die Spielgeräte sind noch nicht zur Nutzung freigegeben. Der Tüv muss erst noch seinen Segen geben. Darauf weist die Stadt in einer Pressemitteilung hin.

Der Park ist weitestgehend fertig und es fehlen optisch nur noch ein paar Kleinigkeiten, wie Geländer an den Wartungstreppen, der Rollrasen oder der Aufbau der Sitzmöbel aus Klinkersteinen. Das Wesentliche ist allerdings die noch nicht vollzogene Abnahme der Spielgeräte durch den Tüv. Es ist noch keine Abnahme und damit Freigabe des Parks erfolgt. Genau darum stehen auch noch die Bauzäune rund um den Park.

Die Stadt bittet in der Mitteilung Zaungäste deshalb, dass auch wirklich Zaungäste bleiben und das Gelände nicht betreten. Das gilt auch für die Anwohner am Park, die ein Türchen in ihren Gartenzäunen haben und somit leichter auf das Areal kommen könnten.

Die Eröffnung des Helixparkes ist für das kommende Frühjahr geplant. Bis dahin sollte auch den eingesäten Blumen, den gesetzten Grünpflanzen und auch dem Rollrasen genügend Zeit gegeben werden, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und ordentlich anzuwachsen.

Der Park wurde im Auftrag der Hessischen Landgesellschaft entwickelt und finanziert. Die Ausführung hat die Firma Thomas Schleser, Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Kleinostheim übernommen.

Der Helixpark nutzt den Freiraum zwischen Gartenzaun und Lärmschutzwall. Er ist halb so breit wie der Jügesheimer Rodaupark, aber viermal so lang. In Zahlen: etwa 1 000 Meter lang und durchschnittlich 25 Meter breit. Die Idee einer Parkanlage entstand aus einer technischen Notwendigkeit. Regenwasser darf in Neubaugebieten nicht mehr in die Kanalisation eingeleitet werden, sondern muss im Boden versickern. Anstelle technischer Bauwerke werden fünf Versickerungsmulden angelegt, in denen das Wasser in niederschlagsreichen Zeiten auch mal stehen bleibt. Drumherum hat Landschaftsarchitekt Dirk Melzer (Köln) eine lang gestreckte Grünanlage mit Bäumen, Gärten, Wegen und Spielmöglichkeiten geplant. Sie ist so naturnah gestaltet, dass sie den Verlust an Natur durch das Neubaugebiet ausgleicht. Da wird es Kräuter, Büsche sowie Streuobstbäume mit Früchten wie Quitte, Walnuss und Esskastanien geben. Der Name Helixpark kommt von den beiden Wegen, die sich wie eine Spirale durch die Anlage schlängeln. Von oben erinnert der Anblick an die Doppelhelix des menschlichen Erbguts (DNA). Gebaut wurden auch zwei Spielplätze für Vorschul- und Schulkinder. Details am Wegrand bieten weitere Anreize zum Spielen: eine kleine Sanddüne, ein Holzsteg, Wasserbecken mit Trittsteinen oder ein riesiger Kiesel. Sitzmöbel aus Steinen erwarten die Besucher. Geplant war auch eine Nachbildung der „Rodgauer Ruhe“ geben, einer Abstellmöglichkeit für Traglasten aus dem 18. Jahrhundert, die als Kulturdenkmal vor der alten Schule Dudenhofen steht.

Die beiden Verkehrskreisel an den Einfahrten zum neuen Wohngebiet H17 wurden mit Windspielen bestückt, deren Form ebenfalls an die Doppelhelix der DNA erinnert.  bp/eh

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