Herbst bestimmt den Speiseplan

Wochenmarkt in Nieder-Roden bietet jahreszeitlich Typisches

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Zum Wohl! Der süffige Federweißer geht gut bei Karlheinz Brückner. 

Kürbissuppe, Zwiebelkuchen, Federweißer, Kastanien, Chrysanthemen und bunte Heide: Der Herbst hat seine leckeren und dekorativen Seiten. Wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden, zieht es einen wieder mehr ins Haus.

Nieder-Roden – Da passt ein warmes Kürbissüppchen gut, und auch der Federweißer schmeckt. Weil sich das Leben wieder drinnen abspielt, darf auch Blumenschmuck nicht fehlen. Schön sind die großen Chrysanthementöpfe in leuchtendem Gelb oder dunklem Rot, die Besucher einladend vor der Haustür empfangen oder den Blick in den Garten oder auf die Terrasse verschönern. Ein Händchen voll Kastanien auf dem Tisch zaubert Stimmung.

Auch auf dem Wochenmarkt freitags in Nieder-Roden lässt sich der Wandel der Jahreszeiten nicht mehr leugnen. Noch allerdings hält sich die Nachfrage nach Chrysanthemen, Astern und Heide bei Claudio Palumbo in Grenzen: „Die Geranien auf den Balkonen sind noch so schön, da wollen die Leute das Herbstliche noch nicht!“, erzählt der Händler. Doch irgendwann kommt die Zeit für Alpenveilchen und die mehrfarbigen Heidetöpfe.

Gelbe Chrysanthemen und letzte Sonnenblumen bringen Farbe ins Haus und schaffen Behaglichkeit.

Karlheinz Brückner schenkt jetzt bereits in der dritten Woche seinen süffigen Federweißer auf dem Nieder-Röder Wochenmarkt aus. Bis Mitte Oktober gibt es den neuen Wein in Rot und Weiß, der sich fast täglich im Geschmack verändert. Seine Kundschaft zahlt 2 Euro für 0,2 Liter des Herbstgetränks.

Wenn es kühler wird, wird auch deftiger gekocht: Aus einem Hokaido lässt sich schnell eine schöne Suppe machen, weil der orangefarbene Kürbis nicht geschält werden muss. Rezepte gibt es dafür reichlich und von ganz unterschiedlicher Art. Petra Funk hat außer dem zur Jahreszeit passenden Kürbis auch Quitten in ihrem Sortiment. Die gehören zu den letzten Früchten im Saisonkalender und werden im Spätherbst, also normalerweise im Oktober, bis hinein in den November, geerntet.

Petra Funk bietet außer den herbsttypischen Kürbissen auch schon den ersten Feldsalat und Rosenkohl an.

An ihrem Obst- und Gemüsestand bietet Petra Funk den ersten Feldsalat und Rosenkohl an. Wieder entdeckte Herbstgemüse wie Pastinaken und Petersilienwurzel finden sich ebenfalls dort. Sie kommen in Eintöpfen gut zur Geltung. Wer sich kulinarisch vom Spätsommer verabschieden will, kauft vielleicht noch einen Endiviensalat. Der hat von September bis November Hochsaison. Außerdem kann er warm im Kartoffelstampf und als feiner Salat mit leichter Bitternote serviert werden. Die Köpfe sind relativ groß. Ein kleiner Haushalt isst also länger daran.  siw

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