Unterstützung für die Flutopfer aus Nieder-Roden

Hilfsbereitschaft der Landwirte steckt an

Landwirte mit Heuballen.
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Mit schwerem Gerät holen Mathias Weiland (links) und Günther Keller die Heuernte ein. Sie unterstützen Landwirte in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen, die durch die Flutkatastrophe in Not gerieten.

Und wieder kommt Hilfe für die Flutopfer aus der Landwirtschaft. Diesmal aus Nieder-Roden.

Nieder-Roden – Die Hilfe für den Landkreis Ahrweiler geht weiter. Die Nieder-Röder Landwirte Günther Keller und Mathias Weiland schlossen sich bereits vor Wochen der Hilfsaktion für das Ahrtal an. Dort wird dringend Tierfutter benötigt, das die ansässigen Landwirte wegen der Naturschäden nicht selbst einbringen können.

„Wir haben telefoniert“, spricht Landwirt Günther Keller von seinem Engagement, „es wird noch Stroh und Heu gesucht.“ Nun haben er und Landwirt Mathias Weiland auf den Wiesen am Eicheleck zum zweiten Mal gemäht. Durch die üppigen Regenfälle in den vergangenen Monaten sind die Pflanzen in voller Pracht.

Eigentümer Katharinenhof-Murmann ist einverstanden, die Ernte von seinen Flächen in den Westen der Republik zu transportieren. 26 Ballen aus Nieder-Roden fuhren Mathias Weiland und weitere tüchtige Helfer bereits in die Notfallgebiete. Nun kamen 40 erntefrische Bündel Heu dazu. Am Transport beteiligt sich auch die Nieder-Röder Firma Manus GmbH Mineralölservice und Baulogistik.

Mitte Juli verwüstete ein Unwetter mit außergewöhnlich starken Regenfällen den Landkreis Ahrweiler. Neben den Menschen in der betroffenen Region braucht auch das Nutzvieh Unterstützung.

Mit ihrer Hilfe stehen Keller und Weiland nicht alleine. Erst kürzlich hatte Landwirts-Kollwege Stefan Wolf (Weiskirchen) Futter reserviert für Kühe und Pferde in den Flutgebieten im Westen der Republik.

„Wir kennen landwirtschaftlich ausgebildete Leute vor Ort, die die dortige Situation erkannt haben“, sagte Wolfs damals. In Axel Fritsch, Geschäftsführer von „MietService-Rodgau“, hatte er einen prima Mitinitiator. Er stand mit seinem Fuhrpark bereit und organisiert seitdem die Logistik für die Futterlieferungen in den Westen. Axel Fritsch erläutert: „Wir helfen, da wir dankbar sind, dass uns das nicht passiert ist.“ (pul)

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