Einweihung in vier Wochen

Hospiz öffnet Türen für Neugierige

Jedes der zwölf Gästezimmer öffnet sich mit einer Terrasse zum Park. Das Hospizgebäude ist fertig, aber die Außenanlage ist noch eine Baustelle.
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Jedes der zwölf Gästezimmer öffnet sich mit einer Terrasse zum Park. Das Hospizgebäude ist fertig, aber die Außenanlage ist noch eine Baustelle.

Früher als geplant ist das erste stationäre Hospiz im Kreis Offenbach fertiggestellt. Das Haus am Jügesheimer Wasserturm ist am Wochenende 1. /2. Februar von 12 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Seit dem ersten Spatenstich sind zehn Monate vergangen. Die Einweihung ist Ende Februar.

Rodgau – Die Hospizstiftung Rotary Rodgau (als Bauherrin) und die Mission Leben (als Betreiberin) erwarten mehr als 1000 Besucher zu den Tagen der offenen Tür. Bereits im Lauf der Woche geben sich Interessierte die Klinke in die Hand. Für heute, Dienstag, hat sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil angesagt. Zu Besichtigungen kommen auch Landrat Klaus Peter Schellhaas (Darmstadt/Dieburg) und der Lions-Club Rodgau/Rödermark.

Im Neubau herrscht emsige Geschäftigkeit. Die Möbel werden angeliefert und montiert: Schrankwände, Betten, Multimedia-Bildschirme, Küchengeräte, Sitzgruppen. Die Außenanlage zur Straße ist mitsamt der Parkplätze fertiggestellt. Der Garten ist noch eine Baustelle. Dort werden Kanäle ausgebaggert, um Beleuchtungskabel und Rohre für Wasserspeier zu verlegen.

In kleinen Gruppen werden die Besucher am Wochenende durch die Räume geführt. Mitarbeiter der Mission Leben klären über das stationäre Hospiz auf. Ehrenamtliche der ambulanten Palliativ- und Hospizgruppen informieren über ihre Arbeit. Eine Filmdokumentation und Bilder von den Bauarbeiten vermitteln visuelle Eindrücke.

Im Rodgauer Hospiz können zwölf Menschen gleichzeitig die letzten Tage ihres Lebens verbringen. Jedes der zwölf Gästezimmer mit eigener Nasszelle öffnet sich mit großen Fenstern und einer Terrasse zum Park. 2 000 Quadratmeter Freifläche stehen dort zur Verfügung.

Das L-förmige Gebäude hat eine Wohn- und Nutzfläche von 1 000 Quadratmetern. Neben den zwölf Gästezimmern gibt es ein Angehörigenzimmer und einen Versammlungsraum. Die regionalen Hospizgruppen haben dort ebenso Räume wie die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Auch Technik- sowie Mitarbeiter- und Besprechungsräume stehen am Wochenende zur Besichtigung offen. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, bewirtet die Gaststätte „Wolfschlucht“ die Besucher im beheizten Zelt mit Kaffee und Kuchen.

In den Informationsbroschüren ist auch die Kontonummer der Hospizstiftung abgedruckt. Aus gutem Grund: Auch wenn das Stiftungskapital derzeit 2,04 Millionen Euro beträgt, braucht die Stiftung insgesamt 3,6 Millionen. Bis zur Eröffnung wollen die Rotarier weitere 200 000 Euro einsammeln. Zum Bau steuert die Frankfurter Wertestiftung eine Million Euro bei. Private Geldgeber finanzieren den Rest.

Die Einweihung wird am Freitag, 28. Februar, um 11 Uhr gefeiert. Die ersten Gäste werden im März aufgenommen.

Infos im Internet: hospiz-am-wasserturm.com 

eh

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