Jügesheimer Ehrenamtliche sind beim Großreinemachen in St. Nikolaus mit Spaß zugange

Kirchputz erstmals organisiert

Mit Elan und bei bester Laune ging die freiwillige Putzkolonne ans Werk. Die St.-Nikolaus-Kirche ist wieder besuchsfein.
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Mit Elan und bei bester Laune ging die freiwillige Putzkolonne ans Werk. Die St.-Nikolaus-Kirche ist wieder besuchsfein.

Der Staub ist weg, das Holz frisch geölt und was glänzen soll, ist wieder blitzblank: Erfolgreich und mit spürbarem Elan war am vergangenen Samstag in der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus in Jügesheim eine ehrenamtliche Putzkolonne am Werk.

Jügesheim – Unter der Regie von Küsterin Susanne Mahr sorgten zehn Helfer dafür, dass ihr Gotteshaus zum 150. Jahrestag der Kirchweihe am 4. September präsentabel ist. Das Jubiläum lieferte zwar den Anlass, fällig war der Großputz nach Worten der Küsterin freilich ohnehin. Früher sei jedes Jahr ein tatkräftiger Trupp aus Gemeindemitgliedern mit Staubsaugern, Staubwedeln und Putzlappen in Aktion getreten. „Aber dann sind uns die Helfer weggebrochen“, erinnert sich Mahr. Wohl vier Jahre ist nach ihrer Erinnerung die letzte Großaktion her. Ein neuer Anlauf sei schon im vergangenen Jahr geplant gewesen, dann aber habe Corona alles ausgebremst.

Früher schon mit angepackt hat Thomas Buhleier, stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. „Das lief immer spontan“, erinnert er sich. Dieses Jahr habe die Pfarrei den Kirchenputz erstmals im Vorhinein organisiert, Helfer gesucht und Aufgaben verteilt. Buhleier selbst war am Samstag mit einem mehrere Meter langen Teleskop-Wischer zugange, um die hohen Kirchenfenster von außen zu reinigen. Innen nahm sich seine Frau Christiane derweil mit Lappen und Politur der hölzernen Kirchenbänke an.

Diese Art Arbeit lässt sich nach Worten der Küsterin unmöglich innerhalb der wöchentlichen Putzroutine erledigen. Die beiden Frauen, die jeden Samstag aufräumen und das Nötigste tun, seien damit gut ausgelastet. Beim Großputz gehen die Freiwilligen laut Susanne Mahr „einmal von oben nach unten“ vor: Die Wände und erreichbare Teile der Decke würden abgesaugt, Lampen abgeschraubt und gesäubert sowie die Fenster entstaubt. Unten galt es unter anderem, das Gestühl zu pflegen, alle Sitzauflagen abzusaugen und den Boden zu wischen.

Genug Arbeit für mehrere Stunden also. Früh um 9 Uhr schritten die Saubermänner und -frauen mit Energie und guter Laune zur Tat, um bis Mittag fertig zu sein. Zusätzliche Aufgaben stellte auch in diesem Fall die Pandemie: Einige der schwarzen Pfeile, die den Weg vom Eingang durch den Kirchenraum zum separaten Ausgang markieren, waren abgetreten und folglich zu erneuern. Nummerierte Sitzplätze mit Corona-Pflichtabständen gibt es in St. Nikolaus schon lange. Gottesdienstbesucher können sie im Voraus buchen und dann sicher sein, in der Messe ihren Platz zu finden. Wenn am 4. September das Weihejubiläum begangen wird, dürfte das Gotteshaus wohl ausgebucht sein. (zrk)

„Früher ging das spontan“: Thomas Buhleier, stellvertretender Pfarrgemeinderatsvorsitzender, betätigte sich am Samstag als Fensterputzer.
Holzmöbel brauchen Pflege: Christiane Buhleier poliert die Bänke.

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