Rodgauer Schüler forschen

Kirschkernkissen ganz weit vorn

So, wie hier an einer Schule in Nordrhein-Westfalen, muss auch in Rodgauer Klassenzimmern gelüftet werden. Und das selbst bei Kälte. Was wärmt dann am besten? Dieser Frage gingen Schülerinnen nach.
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So, wie hier an einer Schule in Nordrhein-Westfalen, muss auch in Rodgauer Klassenzimmern gelüftet werden. Und das selbst bei Kälte. Was wärmt dann am besten? Dieser Frage gingen Schülerinnen nach.

Corona zwingt Schulklassen quasi zum Dauerlüften. Wie kann man sich im Klassenzimmer trotzdem warmhalten – wenn’s schon nicht der Unterrichtsstoff macht? Dieser lebensnahen Frage gingen junge Forscherinnen der Geschwister-Scholl- Schule nach.

Hainhausen – Zielstrebig und voller Elan treten Jungforscherinnen und -forscher beim bekanntesten deutschen Nachwuchswettbewerb in Ingenieur- und Naturwissenschaften „Jugend forscht“ an. In ihren Projekten gehen sie mit enormem Einsatz selbst gewählten, zukunftsweisenden Forscherfragen über Monate hinweg nach. Gekürt wurden nun Siegerinnen und Sieger beim hessischen Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ – dem Juniorwettbewerb von „Jugend forscht“ – in Kassel. 53 Schüler aus ganz Hessen waren in 33 Teams angetreten.

Vom großen Zuspruch und hilfreichen Feedback der Juroren beim Gewinn des Regionalwettwerbs Rhein-Main-West angespornt, setzten die Jungforscher der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in den Fachgebieten Physik und Biologie noch einmal alles auf eine Karte: Sie forschten nach ihrem ersten Sieg auf Regionalebene noch zwei Wochen lang intensiv weiter und arbeiteten die neuen Erkenntnisse ein.

Mit viel technischer Unterstützung und einem überzeugend gestalteten Stand im Nawi-Raum der GSS stellten sie sich beim online organisierten Landeswettbewerb erneut einer Jury aus Industrie, Schule und Hochschule. Zu aller Freude wurde ihr Forschereifer erneut belohnt.

Bei der Siegerehrung mit Live-Schalte durfte Mika Lorenz einem aufmerksamen Publikum von seinen exakt geplanten Experimenten rund um den menschlichen Geschmackssinn berichten. Sein Charme, seine überzeugende Präsentation der Ergebnisse und seine Wissbegier überzeugten nicht nur die Jury, sondern auch seine vielen Versuchspersonen, Lehrer und das Publikum.

Der erste Platz in Biologie war ihm nicht zu nehmen. Sein Resümee: „Gesund zu essen lohnt sich nicht nur in Hinblick auf die Fitness, sondern auch auf die Genussfähigkeit, denn man erhält sich so lange den Geschmackssinn.“

Aber auch das Jungforscherinnen-Team der GSS mit Rebecca Diegl, Kira Hennig und Charlotte Schmitt stellte sich im Fachgebiet Physik mit Bravour der Konkurrenz. Sie errangen einen dritten Platz und landeten damit ebenfalls auf dem virtuellen Siegerpodest.

Die Mädchen wandten sich einer sehr lebensnahen Frage zu: Wie kann man sich beim aktuell wegen Corona vorgeschriebenen Lüften im Klassenzimmer trotzdem warm halten? Die jungen Frauen suchten nach dem bestmöglichen Wärmekissen, das wenigstens für eine Schulstunde den Körper warmhält. Ihr Spektrum an Naturmaterialien als Füllmaterial erweiterten sie und unterzogen etwa auch Traubenkerne einem Drei-Minuten-Versuch, bei dem geprüft wird, wie stark die Temperatur nach Erhitzen abfällt. Doch am Ende blieben die alten Sieger, die Kirschkerne, die neuen Sieger.  siw

Rebecca Diegl, Kira Hennig und Charlotte Schmitt mit ihren Wärmekissen.
Bio-Sieger Mika Lorenz.

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