Rodgau: Ende des Jahres gehen zwei neue Kitas in Betrieb

Kita und Wohnungen unter einem Dach

Soll am 1. November an den Start gehen: die neue Kita in Weiskirchen.
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Soll am 1. November an den Start gehen: die neue Kita in Weiskirchen.

Der Neubau von zwei baugleichen Kitas in der Hauptstraße 177 (Weiskirchen) und im Luise-Hensel-Weg (Hainhausen) geht gut voran. Die Kita in Weiskirchen soll am 1. November den Betrieb aufnehmen. Die Baukosten betragen je etwa 6,5 Millionen Euro. Die Stadt sucht derzeit die Betreiber.

Rodgau - Es entstehen neben den je vier Gruppen pro Kita je zehn Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss von 60 bis 80 Quadratmeter Größe. Die Stadt möchte sie weit unter dem üblichen Mietzins vergeben – für etwa neun Euro den Quadratmeter. Bedacht werden sollen Personen mit einem Familieneinkommen bis etwa 2 600 Euro.

Das Gebäude in Weiskirchen steht auf einem 1863 Quadratmeter großen Grundstück, das in Hainhausen auf 1764 Quadratmeter. Beide Häuser werden fast zeitgleich errichtet. Dieser Synergieeffekt mindert die Planungs- und Baukosten um etwa fünf Prozent, wie Erster Stadtrat Michael Schüßler bei einem Baustellentermin gestern sagte. Die Kitas entstehen aus Kalksandsteinen der Baustoffwerke in Dudenhofen und sind teilunterkellert. Auffällig sind die Knicke in der Dachkonstruktion. Ein Teil davon wird begrünt und dient später Mietern als Erholungsraum. Im Untergeschoss befinden sich neben den Abstellräumen für die Wohnungen auch Technikräume, Fahrradabstellplätze und ein großzügiger Abstellraum für die Kita. Diese findet mit ihren Ü3- und U3-Gruppen im gesamten Erdgeschoss ihren Platz. Alle Wohnungen sind barrierefrei über ein separates Treppenhaus mit Aufzug zu erreichen. Sie erhalten alle eine Loggia oder im Dachgeschoss eine Dachterrasse. Die Nebenräume für Wäsche und Technik sind den Wohngeschossen direkt zugeordnet.

Geheizt wird mit einer Luftwärmepumpe und ergänzend mit einer Gas-Brennwerttherme. Außen entstehen Fahrradabstellplätze und jeweils 19 Pkw-Stellplätze. Nicht zu vergessen das Spielgelände für die Kinder.

Aktuell stehen in der Kita Luise-Hensel-Weg die Estrich- und Heizungsarbeiten an. Brandschutztüren, Elektro und Heizung, Lüftung, Sanitär sind der Arbeitsschwerpunkt in Weiskirchen. Es folgen als nächste Schritte die Innentüren, Fliesenarbeiten, Bodenbeläge, Innenausbau und die Einrichtung der Küchen. Die Hainhausen-Kita soll Anfang September und jene in Weiskirchen Anfang November fertig sein.  

Die Stadt investiert aktuell in drei neue Kitas und bezahlbaren Wohnraum 25 Millionen Euro. Das teilt Erster Stadtrat Michael Schüßler mit. Gebaut hat die Stadt überdies bereits zwei Nachmittagsbetreuungsgebäude für gut 200 Kinder. Bis Jahresende werde es bei 1 800 anspruchsberechtigten Kindern 1 900 Ü-3-Plätze geben. Bedeutet: Vollabdeckung – einschließlich Inklusionsplätzen. Bei U-3-Plätzen besteht ein Versorgungsgrad von 63 Prozent. 80 werden angepeilt. „Das wird uns bei Baukosten von 700 000 Euro je Gruppe noch Jahre beschäftigen“, vermutet Schüßler. (bp)

Die Magistratspressekonferenz fand gestern im Rohbau der Kita in Weiskirchen statt. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (rechts) dankte dabei ausdrücklich allen Beteiligten der Rathaus-Fachdienste und den Baufirmen für die engagierte Arbeit.

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