EVO klagt gegen die Stadt Rodgau, EVR klagt gegen EVO

Landgericht verhandelt über Stromnetz in Rodgau

Rodgau wird auch künftig über das EVO-Umspannwerk in Seligenstadt mit Strom versorgt, egal, wer die Konzession für das Netz in den vier Stadtteilen erhält.
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Rodgau wird auch künftig über das EVO-Umspannwerk in Seligenstadt mit Strom versorgt, egal, wer die Konzession für das Netz in den vier Stadtteilen erhält.

Der Streit ums Stromnetz in Rodgau-Nord beschäftigt die Juristen weiterhin. Das Landgericht Wiesbaden verhandelte am Donnerstag vier bis fünf Stunden lang. Das Urteil soll am 1. Juni verkündet werden.

Rodgau - Es geht um zwei Klagen, die inhaltlich miteinander zusammenhängen: Die Energieversorgung Offenbach (EVO) klagt gegen die Stadt Rodgau, weil sie die Entscheidung über die Konzessionsvergabe für nicht rechtmäßig hält. Die Energieversorgung Rodau GmbH (EVR) hingegen klagt gegen die EVO auf Herausgabe des Netzes.

Nach einem europaweiten Verfahren hatte die Stadt Rodgau im Herbst 2019 die Stromkonzession für die vier Stadtteile von Weiskirchen bis Dudenhofen an die EVR vergeben. Der Konzessionsvertrag ist seit 2020 in Kraft und läuft bis Ende 2039. So weit die Theorie. Tatsächlich gehört das Stromnetz aber weiterhin dem früheren Konzessionsinhaber EVO.

In der mündlichen Verhandlung beleuchtete die Kammer für Handelssachen den komplexen Sachverhalt von allen Seiten. Unter anderem kam jede einzelne Rüge zur Sprache, die die EVO während des Vergabeverfahrens erhoben hatte.

Bis Ende April können alle Beteiligten ihre Standpunkte noch einmal schriftlich darlegen. Das Gericht will seine Entscheidung am Dienstag, 1. Juni, um 9.15 Uhr bekannt geben.

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