Rodgau Monotones: „Leidenschaftlich laut“

Tinnitus: Schlagzeuger Mob Böttcher hört auf

Jürgen „Mob“ Böttcher
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Jürgen „Mob“ Böttcher bei einem Konzert der Rodgau Monotones im Jahr 2010.

Wenn sich Jürgen „Mob“ Böttcher bei den Rodgau Monotones an und über sein Schlagzeug warf, kam zuverlässig ein durchgängig gut gelauntes, „leidenschaftlich lautes“ (Mob) Ein-Mann-Überfallkommando in Gang, das den Sound der Monotones prägte. Und das bis zum Schluss eines jeden Konzerts. Nun, nach 43 Jahren, muss das erste Ur-Mitglied aus der Band ausscheiden.

Rodgau - „Aufgrund meines immer heftiger werdenden Tinnitus bin ich gezwungen, meine Drummer-Karriere zu beenden“, bedauert Böttcher. Wie ihn seine Fans kennen und lieben, unaufgeregt und locker, geht er damit um: „Manchmal muss man Dinge, die man nicht ändern kann, einfach akzeptieren. Das gelingt mir ganz gut - oder wie wir gerne sagen: Es is’, wie es is’.“

Fans vermissen den Rodgauer Musiker

Die überwältigende Resonanz und Anteilnahme vieler Fans und Musikerkollegen hat Böttcher „ziemlich geflasht“. Olaf Mill, enger Freund, der bei keinem Monotones-Fest auf der Bühne fehlt: „Es war immer geil, dich hinter der Kiste ackern zu sehen.“ Und zwei Fans auf Facebook: Christian M. Siegler: „Ausgerechnet das Trommelfell ist der Grund für den geordneten Rückzug.“ Gerald Bombala: „Ohne dich werden die Rodgaus nie mehr dieselben sein.“

Fans der Rodgau Monotones erinnern sich noch gut an einen anderen prominenten Aussteiger. Sänger und Saxofonist Hendrik „Henni“ Nachtsheim, der vor 30 Jahren aufhörte, war allerdings nicht ganz von Anfang an dabei.

Von Manfred Meyer

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