Käufer und Sportler in Rodgau freuen sich über offene Türen im Handel und in Studios

Mal was Neues anprobieren

Die Kundschaft muss Kontaktdaten hinterlassen: hier im Geschäft von Anja Beller (rechts).
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Die Kundschaft muss Kontaktdaten hinterlassen: hier im Geschäft von Anja Beller (rechts).

Endlich wieder Geschäfte betreten und einkaufen können: Die freudige Mitteilung hat viele Kunden begeistert. Nach gut drei Monaten, in denen nur Bestellen oder Lebensmitteleinkäufe möglich waren, sind viele Menschen froh, Waren auch wieder direkt in Augenschein nehmen und auch anprobieren zu können.

Rodgau - Der Buchhandel öffnete in bewährter Manier mit Maximalbeschränkung der Personenzahl je nach Geschäftsgröße. Thomas Abbenhaus von der Jügesheimer Bücherstube kann immerhin fünf Käufer in seinem Geschäft begrüßen: Während bis vergangene Woche lediglich Bestellungen abgeholt werden konnten, dürfen Bücherfans nun wieder im Laden stöbern. „Die Kunden freuen sich, dass sie wieder vor Ort aussuchen können“, sagt der Geschäftsführer.

Nur mit persönlichem Termin kann in anderen Branchen eingekauft werden: So etwa im Textilhaus Spahn. Susanne Spahn erlebt die Kundenresonanz als recht positiv. Viele Käufer rufen an, um Termine zu vereinbaren. Auf der großen Fläche können derzeit zehn Kunden begrüßt werden. „Dass Kontaktdaten erfasst werden müssen, kennen viele Käufer schon aus der Gastronomie, das funktioniert ganz gut“, berichtet die Geschäftsfrau.

Endlich wieder im Sportstudio trainieren und nicht mehr nur daheim vor dem Computerbildschirm: Dass wieder aushäusig Sport treiben möglich ist, freut die Mitglieder von „purfitness“ in Weiskirchen. Die Termine mit Zeitfenstern von 55 Minuten würden gut gebucht (online und mittels App), sind allerdings in den begehrten Zeiten zwischen 16 und 21 Uhr schon recht rar, berichtet Wolfgang Klauke. Die Öffnung sei extrem überraschend gekommen, sagte der Pressesprecher des Unternehmens. Zwischenzeitlich seien die Online-Kurse gut genutzt worden. „Da waren teilweise bis zu 70 Leute vor dem Bildschirm, also mehr als in den Kursraum gepasst hätten“, sagt Klauke.

Für ein zweischneidiges Schwert hält Antje Fisch vom Schuhhaus 20 die Idee der Terminvergabe: „Es gibt bei einigen Leuten eine Hemmschwelle, einen Termin zu vereinbaren. Nicht jeder möchte sich so binden“, lautet die Erfahrung der Geschäftsfrau. Schön sei es aber, relativ entspannt und mit einem guten Gefühl der Sicherheit, zwei Kunden im Laden bedienen zu können. Ein Zeitraum von einer halben Stunde habe sich ihrer Erfahrung nach bewährt und doch sei auch noch Luft für spontane Kundenbesuche, weil zwischendurch immer noch Termine frei seien.

Anja Beller von „VIP Fashion and more“ hatte am ersten Öffnungstag viele Termine vereinbart. Zwischenzeitlich macht sie kurzfristig einen Besuch in ihrem Modegeschäft möglich, weil viele Kundinnen spontan vorbeischauen wollen. „Das ist ja kein Problem, wenn gerade kein Kunde da ist“, sagt sie.

Von Simone Weil

Eine Mitarbeiterin von „purfitness“ desinfiziert die Geräte. Davon sind mehrere abgesperrt, um den Mindestabstand einhalten zu können.

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