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Mehr Härte gegen Falschparker

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Von: Bernhard Pelka

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Im Südring haben sich die meisten Autofahrer bereits daran gewöhnt, brav auf der Straße zu parken. Für Müllfahrzeuge wird es nun sehr eng.
Im Südring haben sich die meisten Autofahrer bereits daran gewöhnt, brav auf der Straße zu parken. Für Müllfahrzeuge wird es nun sehr eng. © Pelka, Bernhard

GEHWEGPARKEN Stadt weitet Sanktionen aus

Rodgau – Die städtische Ordnungsbehörde weitet im Stadtgebiet die Zonen aus, in denen das Gehwegparken künftig geahndet wird. Außerdem verschärft sie in der Ludwigstraße in Jügesheim die Sanktionen. Dort gibt es zwar bereits markierte Parkplätze, die das Gehwegparken überflüssig machen. Nachdem nun aber Fahrzeuge außerhalb der markierten Stellplätze halten, soll es deshalb Knöllchen hageln. Verbotsschilder stehen schon.

Die Ordnungsbehörde wird in einer nächsten Phase auf folgenden Straßen das Gehwegparken kontrollieren: Nordendstraße und Königsteiner Straße in Nieder-Roden, in Dudenhofen der Nachtigallenweg, Klostergartenstraße und Gratian-Grimm-Straße in Jügesheim, Humboldtstraße, Hainhausen, und Bahnhofstraße und Hoher Nickel in Weiskirchen. Bußgelder werden nicht sofort verhängt. Vielmehr sollen zunächst Hinweiszettel und Postwurfsendungen die Anwohner an die neue Situation gewöhnen und auf die Rechtslage hinweisen. Sofern Verkehrsteilnehmer nach dieser Information trotzdem noch auf den Gehwegen parken, werden Verwarngeldverfahren angeleiert. Ordnungsdezernent Michael Schüßler nennt einen Zeitraum von etwa drei Wochen zwischen den ersten Hinweisen und den Verwarnungsgeldern.

In der Ludwigstraße war beim Aufbringen der Parkmarkierungen darauf geachtet worden, dass der Verkehrsfluss nicht zu sehr leidet. Deshalb wurden auf der Straße Ausweichbuchten ausgespart. Ausgerechnet in diesen Buchten stehen nun aber Autos – besonders Höhe der Stadtbücherei. „Bisher konnte zwar gegen das Parken auf dem Gehweg, aber nicht gegen das Parken außerhalb der Markierungen vorgegangen werden. Dies ändert sich nun“, erläutert die Stadt in einer Pressemitteilung. Jetzt werde das Parken außerhalb gekennzeichneter Flächen grundsätzlich verboten und geahndet. Die Ordnungspolizei kündigt Kontrollgänge an. Falschparker müssten nicht nur mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 bis 50 Euro, „sondern auch mit dem Abschleppen der Fahrzeuge rechnen.“

Nach Meinung von Dezernent Schüßler und Bürgermeister Max Breitenbach sind die bisherigen Erfahrungen der Stadt bei diesem Thema positiv. „Probleme entstehen nur dort, wo sich manche nicht an die Regeln halten. Aber das Ziel, dass die Gehwege frei sind und Mütter und Fußgänger mit Rollator durchkommen und nicht auf die Straße ausweichen müssen, ist erreicht worden. Und es wird mehr auf dem eigenen Grundstück geparkt“, zieht der Rathaus-Chef eine vorläufige Bilanz. Jedem Verkehrsteilnehmer müsse bewusst sein, dass das Parken auf schmalen Gehwegen oder bei einer verbleibenden Restbreite unter einem Meter „ohne jegliche Vorankündigung verwarnt wird“. bp

In der Ludwigstraße wird es im Begegnungsverkehr eng. Die Stadt will deshalb jetzt gegen Falschparker in den Ausweichzonen konsequent vorgehen.
In der Ludwigstraße wird es im Begegnungsverkehr eng. Die Stadt will deshalb jetzt gegen Falschparker in den Ausweichzonen konsequent vorgehen. © pelka

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