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Das Geheimnis der „Werzborre“ in Rodgau

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Von: Simone Weil

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Zwölf Kräuter gehören in die Werzborre. Eva Gerschner (links) und Brigitte Heger (rechts) binden die Kräutersträuße zusammen.
Zwölf Kräuter gehören in die Werzborre. Eva Gerschner (links) und Brigitte Heger (rechts) binden die Kräutersträuße zusammen. © Weil

Alteingesessene erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten, als das Sammeln der sogenannten Werzborre im Hochsommer eine Pflicht war. Es war Ehrensache, alle zwölf Kräuter (darunter Eisenkraut, Wermut und Liebstöckel) zusammen zu bekommen. Gestern banden Eva Gerschner und Brigitte Heger die Sträuße auf dem Wochenmarkt auf dem Puiseauxplatz zusammen.

Nieder-Roden - Gegen eine Spende für den Arbeitskreis für Heimatkunde wurden die Blümchen abgegeben. Die Sträuße, die an Mariä Himmelfahrt am 15. August in der Kirche geweiht wurden, kamen meistens in den Stall oder unters Dach, um Schaden wie Blitzschlag und Brand abzuhalten. Bei Bedarf wurde aus den Kräutern aber auch ein Tee für die Kühe gemacht, der gegen Verdauungsprobleme half. Der Arbeitskreis für Heimatkunde bietet die Sträuße seit mehr als 30 Jahren an.  (siw)

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