Wernz Elektro GmbH in Rodgau mit Deutschem Unternehmerpreis ausgezeichnet

Mitarbeiter an die Firma binden

Timo Wernz  am Telefon.
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Timo Wernz engagiert sich insbesondere für Ausbildung und Qualifikation seiner Beschäftigten.

„Das ist das Beste, was es gibt: Mitarbeiter, die gute Ideen haben.“ Timo Wernz setzt als Chef im Umgang mit seinen Angestellten auf eine partnerschaftliche Atmosphäre, holt sie gerne mit ins Boot und legt Wert auf ihre Meinung.

Jügesheim – Seine im Jahr 2004 gegründeter Firma Wernz Elektro GmbH ist gerade mit dem Unternehmerpreis Elektrohandwerk ausgezeichnet worden. Das Unternehmen mit 15 Mitarbeitern ist an zwei Standorten ansässig: in Jügesheim und Erlensee. Die aktuelle Auszeichnung würdigt die unternehmerische Leistung, es wird aber auch geschaut, wodurch sich der Betrieb von anderen Firmen unterscheidet.

Der Chef hat einen eher ungewöhnlichen Werdegang: Nach der Meisterschule in Mannheim war er bei Pro 7 als Gruppenleiter Elektrotechnik tätig und „schaltete den Nachrichtensender N24 ein“, wie er sagt. Mobilfunk, baubegleitende Abrechnung sowie Elektroplanung folgten, bis Wernz den 1971 gegründeten Familienbetrieb in zweiter Generation übernahm und weiter führte.

Das Unternehmen hat einen hohen Anteil öffentlicher Auftraggeber: So betreut die Wernz GmbH beispielsweise alle Schulen des Wetteraukreises und mehrere Altersheime. Daneben zählt der Discounter Lidl im Rhein-Main-Gebiet zur Kundschaft.

Bei den Besonderheiten springt sofort die Wernz-Akademie ins Auge, das eigene Tochterunternehmen für Weiterbildung. Mit Themen wie Sprechanlagen-Technik, Grundkurs Netzwerktechnik oder Innovationen in der Gerätetechnik werden nicht nur Mitarbeiter, sondern auch externe Fachleute durch Dozenten geschult.

Dabei bringt Timo Wernz seine persönlichen Erfahrungen ein: Oft seien die Zeiten viel zu lang und es werde zu wenig Praxis angeboten, meint der Elektromeister und Betriebswirt. Klar, dass es Wernz in seiner Akademie anders macht. Der 47-Jährige setzt auf Schulungen und praktische Übungen von zwei bis drei Stunden.

Seit zwölf Jahren wohnt Wernz in Hainhausen, fühlt sich pudelwohl in Rodgau und ist auch in Vereinen aktiv. Der Unternehmer schätzt das Zusammenleben mit geselligen Freizeitaktivitäten wie etwa die Waldfeste. Schön findet er, dass sich alle kennen. Sponsoring gehört für den Geschäftsmann ganz selbstverständlich dazu: Immer wieder unterstützt er Kindergärten und Vereine.

Wichtig ist dem Unternehmer auch eine vernünftige Ausbildung in seinem Haus. Gerade haben wieder zwei junge Leute mit Fachabitur angefangen. Der Chef legt Wert darauf, dass der Nachwuchs adäquat durch jeweils einen Monteur betreut wird. Um ihre Zukunft müssen die Auszubildenden bei der Wernz Elektro GmbH nicht fürchten. „Die werden immer übernommen“, sagt der Chef.

Doch nicht nur Mitarbeiter gewinnen, liegt dem Unternehmer am Herzen. Er will die Angestellten auch an seine Firma binden. Deswegen gibt es beispielsweise auch eine private Altersvorsorge. Je nach Betriebszugehörigkeit zahlt das Unternehmen monatlich zwischen 25 und 100 Euro monatlich – zusätzlich zum Lohn.

Eine besonders nette Werbeaktion in eigener Sache ist ein Güterwaggon mit der Aufschrift Wernz Elektro, der bei der jährlichen Modelleisenbahnaustellung in Jügesheim zu sehen ist. Über den Waggon freuen sich vor allem seine beiden Jungs (5 und 8 Jahre alt). (Von Simone Weil)

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