Kommunalinvestitionsprogramm

Rodgau profitiert von Programm: Modernisierung mit Millionen

Schutz vor dem Autolärm bietet diese Wand an der Rodgau-Ringstraße in Nieder-Roden.
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Schutz vor dem Autolärm bietet diese Wand an der Rodgau-Ringstraße in Nieder-Roden.

Drei Millionen Euro hat die Stadt Rodgau in den letzten Jahren mit staatlicher Hilfe in modernere Gebäude und eine bessere Infrastruktur investiert.

Rodgau – Vom hessischen Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) des Jahres 2015 hat Rodgau in Form von Bundeszuschüssen und Landeskrediten profitiert. Die vierte und letzte Million wird in diesem Jahr ausgegeben.

Das ist schon fertig in Rodgau im Kreis Offenbach

1 056 Straßenlaternen von Weiskirchen bis Dudenhofen hat eine Tochterfirma der Stadtwerke auf LED-Technik umgerüstet. Die neuen Leuchtköpfe wirken heller, verbrauchen weniger Strom, sind langlebig und erzeugen weniger Streulicht. Kosten: 550 000 Euro.

Mehr Licht und weniger Stromverbrauch ermöglichen die LED-Leuchten der Straßenlaternen. Das Foto von 2017 zeigt Alexander Ritter bei der Montage.

„Kinderoase“ nennt sich die Schulkinderbetreuung der Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden. Seit März 2018 ist der Neubau in Betrieb. Die Spielraum Rodgau gGmbH betreut dort rund 150 Kinder. Der Neubau kostete 1,25 Millionen Euro, zwei Drittel davon wurden aus KIP-Mitteln finanziert.

Die marode Lärmschutzwand an der Rodgau-Ringstraße in Nieder-Roden wurde im vergangenen Jahr erneuert. Dank KIP bezahlte die Stadt dafür statt 160 000 nur 50 000 Euro.

„Energetische Sanierung“ ist das Stichwort, unter dem einige städtische Gebäude vom Investitionsprogramm profitierten. Der größte Brocken entfiel auf das Bürgerhaus Nieder-Roden: Die Dachsanierung sowie die neue Lüftungsanlage kosteten zusammen rund 900 000 Euro, auf die Stadt entfällt weniger als ein Drittel davon.

Bessere Luft im Bürgerhaus Nieder-Roden: Die neue Lüftungsanlage kann auch kühlen.

Auch neue Fenster sind ein Beitrag zum Energiesparen, unter anderem in der Kita Otzbergstraße und in den städtischen Wohnhäusern an der Berliner Straße. Ein neuer Heizkessel fürs Rathaus und die neue Heizung der Sporthalle Jügesheim wurden ebenfalls zum Teil aus KIP-Geldern finanziert.

Das ist noch geplant in Rodgau im Kreis Offenbach

Die Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung einen Teil der Gelder umgeschichtet. Der Grund: Drei der 24 angemeldeten Vorhaben ließen sich nicht wie geplant verwirklichen. Andere Dinge waren billiger als geplant. Die dadurch frei gewordenen KIP-Mittel werden nun auf andere, förderfähige Maßnahmen übertragen. „Ein maximaler Mittelabruf“ sei das Ziel, erklärte Erster Stadtrat Michael Schüßler vor der Presse. Kurz gesagt: Nur ja kein Geld verschenken.

Bessere Luft im Bürgerhaus Nieder-Roden: Die neue Lüftungsanlage kann auch kühlen.

Damit ist es jetzt amtlich, dass an der Zufahrt zum Badesee kein Verkehrskreisel gebaut wird. Die Stadt hatte sich davon weniger Autolärm versprochen. Die geforderte Lärmreduzierung ließ sich jedoch nicht erzielen.

Die Stadt spart sich auch die Ausgaben für eine Wendeschleife für Lastwagen an der Daimlerstraße. Die Wendeschleife wird trotzdem gebaut, aber auf Kosten des Unternehmens, das einen Gewerbepark in Weiskirchen-Ost errichtet.

Erheblich billiger wurde die Umrüstung der Straßenlaternen von Quecksilberdampflampen auf LED.

Dadurch entsteht ein finanzieller Spielraum von rund 1,2 Millionen Euro, den die Stadt unter anderem für diese Vorhaben nutzt:

  • Kita Freiherr-vom-Stein-Straße: neuer Heizkessel mit Verbindung zum Jugendhaus.
  • Sporthalle Wiesbadener Straße: Sanierung der Heizung und Lüftung.
  • Geh- und Radwege: Sanierung von 13 Abschnitten in den Stadtteilen, meist kürzer als 100 Meter.
  • Stadtwerke: zwei Elektroautos als Ersatz für alte Fahrzeuge.

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