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Zahlreiche Vorschläge von Anwohnern: Neues Leben für die Minigolfanlage

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Ideenbewertung: Mirjam Götz (von links), Yuhao Chen, Matthias Früchel, Jutta Lusert und Maximilian Pfaff beurteilten die Vorschläge des Charette-Verfahrens.
Ideenbewertung: Mirjam Götz (von links), Yuhao Chen, Matthias Früchel, Jutta Lusert und Maximilian Pfaff beurteilten die Vorschläge des Charette-Verfahrens. © -

Die Minigolfanlage im Rodgauer Stadtteil Dudenhofen hat ihren alten Glanz verloren. Anwohner können sich mit eigenen Ideen einbringen.

Rodgau - Minigolf ist ein erfüllender Freizeitsport. Das erschwingliche Vergnügen gilt als Spaß für die ganze Familie. Leider ist die Anlage in der Bleichstraße in Dudenhofen nicht mehr bespielbar. Das Pächter-Ehepaar setzte sich in Jügesheim zur Ruhe, die Anlage verlor ihren Reiz.

Nun waren neue Ideen gefragt. Die Stadt lud Bürgerinnen und Bürger zum kreativen Gedankenaustausch ein. Geht es nach dem Gros der Beteiligten, spielen Rodgauer in Zukunft in der Bleichstraße wieder eine ruhige Kugel. Die Stadtplaner notierten konkrete Vorschläge aus der Bevölkerung: Nachbildungen markanter Gebäude Rodgaus, wie der Wasserturm, könnten die einzelnen Golfbahnen verschönern. Eine Spielfläche für Schach und Boule stand im Raum, ein Barfußpfad, ein Streichelzoo, Livekonzerte, ein Märchenpark an den Spielbahnen und ein Freiluftkino. Sogar eine Natureisbahn wurde notiert, sollten die Winter wieder Minustemperaturen bringen.

Neue Pläne für Minigolf-Anlage in Rodgau: Generationenpark und Gastronomie unter den Vorschlägen

Familienvater Ruben Schwab aus der Nieuwpoorter Straße plädierte für einen Generationenpark: Sitzgelegenheiten für ältere Menschen und eine Kinderbetreuung nach Ende des Schul- oder Kindergartentages.

Um das Gelände mit Leben zu füllen, schlug Klaus Klein Gastronomie vor. Der Dudenhöfer bewertete das Charette-Verfahren als Kommunikationsplattform zwischen den Rodgauern und der Stadt sehr positiv: „Es hätten viel mehr Leute da sein können“, wünschte er sich eine belebtere Beteiligung der Menschen mit dem städtischen Planungsteam.

Die Vorfreude bei den Eltern Ruben Schwab und Nicole Juren mit Filius Levent ist groß.
Die Vorfreude bei den Eltern Ruben Schwab und Nicole Juren mit Filius Levent ist groß. © Pulwey

Bleichstraße in Rodgau könnte reine Fahrradstraße werden

Karl-Heinz Kühnle fokussierte seinen Blick auch auf das Umfeld des Areals. Dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Ortsvereine (Igemo) schwebt die Bleichstraße als eine reine Fahrradstraße vor: „Hier muss kein Autoverkehr sein.“ Für ihn ist die Fortsetzung einer fahrradfreundlichen Ost-West-Achse bis zum Ludwig-Erhard-Platz die logische Konsequenz. Die Autoparkplätze vor dem Minigolfgelände würden wegfallen, der Platz könnte erläuternde Elemente zu verstorbenen Persönlichkeiten der Stadt aufnehmen.

Süße Leckereien verkauften die HGKiD-Aktiven.
Süße Leckereien verkauften die HGKiD-Aktiven. © Pulwey

Bis die kleinen, weißen Bälle wieder rollen, wird es noch etwas dauern. Laut der Stadtplanerin Sabine Kaucic (Fachdienst Stadtplanung) werden die zusammengetragenen Ideen nun als Grundlage des Konzepts genommen. Um die öffentlichen Mittel der Städtebauförderung zu bekommen, stellt die Stadt im Frühjahr 2023 den Förderantrag. Läuft alles wie geplant, sollte dieser ein halbes Jahr später bewilligt werden. (pul)

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