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Lebensgefährliche Einmündung entschärfen - Fahrradlobby fordert Konsequenzen aus Unfall  

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Gefährliche Querung: Trotz Stoppschild passieren Unfälle an der Einmündung.

Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer fordert der ADFC Rodgau an der Ausfahrt der B45 zur Landesstraße 3116. Dort war ein Radler am Freitagnachmittag beim Zusammenstoß mit einem Lastwagen schwer verletzt worden.

Nieder-Roden – Allen Warnungen zum Trotz würden Radfahrer aus Richtung Babenhausen an dieser Stelle massiv gefährdet, schreibt der ADFC Rodgau in einer Pressemitteilung. Bereits beim Bau des Geh- und Radwegs vor 20 Jahren habe der Ortsverband mehr Sicherheit gefordert. Jetzt sei es „höchste Zeit, dass endlich was geändert wird“.

„Besonders in den Stoßzeiten ist es dort ziemlich heikel“, betont der verkehrspolitische Sprecher des ADFC Rodgau, Stefan Janke, „denn die Kfz-Lenker, die Richtung Babenhausen wollen, schauen nur nach links und fahren dann nach rechts los“ – ungeachtet der Tatsache, dass die Radfahrer Vorfahrt haben.

Für Radfahrer aus Babenhausen empfiehlt der ADFC die Opelstraße. Foto: Wolf/Maps4News

Genauso passierte auch der Unfall am Freitag gegen 14.45 Uhr. Beim Rechtsabbiegen missachtete der Fahrer eines Fiat Ducato die Vorfahrt eines Fahrradfahrers, der auf dem Radweg aus Richtung Babenhausen kam. Der 53-jährige Radler aus Dreieich wurde beim Zusammenstoß schwer verletzt.

Fahrradfahrer fahren rund 80 Meter ohne Schutz

An der Einmündung der Zu- und Abfahrt der Bundesstraße müssen Fahrradfahrer rund 80 Meter ohne den Schutz durch Leitplanken überwinden. Der Autoverkehr kreuzt den Radweg aus und in vier Richtungen.

Der ADFC vermisst eine Möglichkeit, die einzelnen Fahrspuren nach und nach zu überqueren. Theoretisch kommt dafür zwar die Spitze der Verkehrsinsel infrage. Sie ist aber so schmal, dass dort kein Fahrrad Platz hat.

Stefan Janke schlägt vor, die Radwegquerung zu verlegen, um die Situation zu entzerren. Der Radweg solle den B 45-Zubringer bereits ein Stück vor der Einmündung in die L 3116 kreuzen. Zusätzlich sei eine Querungshilfe sinnvoll. Als Alternative komme eine Ampel infrage.

ADFC hat Kontakt zu Straßenbaubehörde schon lange aufgenommen

Bereits im Jahr 2012 habe der ADFC Rodgau über die Stadt Rodgau den Kontakt zur Straßenbaubehörde Hessen Mobil aufgenommen, berichtet Stefan Janke. „Damals wurden die Schilder vergrößert und die Farbe erneuert.“

Ein neuer Anstrich des roten Radwegs sei auch jetzt wieder notwendig – zusätzlich zu den baulichen Veränderungen.

„Die Menschen haben ein sehr hohes Vertrauen in die Sicherheit der Radwege, doch diese Sicherheit ist leider noch nicht immer gegeben“, betont der verkehrspolitische Sprecher des ADFC-Ortsverbandes. Dass Hessen Mobil seit Jahresanfang eine Stabsstelle Radverkehr aufbaut, sieht er als positives Zeichen: „Es findet aktuell endlich ein Umdenken statt – vielleicht kann nun doch hier schneller etwas geändert werden.“

Bevor die gefährliche Einmündung umgebaut ist, rät der ADFC Rodgau Radfahrern aus Richtung Babenhausen, die L 3116 bereits auf Höhe der Opelstraße zu queren und dort nach Dudenhofen hineinzufahren.  eh

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