Das große Wiedersehen

Verschworene Pfadfinder-Clique findet sich nach 60 Jahren wieder

Die „Wikinger“ heute: Auf dem Gelände der Nieder-Röder Pfadfinder genießen sie Gastfreundschaft.

Nieder-Roden - 1953 schließt sich eine Handvoll Buben aus dem Offenbacher Stadtteil Tempelsee der Jugendgruppe der Lukasgemeinde an. Von Bernhard Pelka

Noch im selben Jahr tritt die Clique dem damals neu gegründeten Bund evangelischer Pfadfinder für Stadt und Kreis Offenbach, Gelnhausen und Büdingen bei. Doch schon bald verliert sich der verschworene Haufen aus den Augen. 60 Jahre später finden sich die Jungs von einst wieder – und gründen in Nieder-Roden eine Altpfadfindergruppe.
„Was wollen wir?“ steht auf einer Liste. Mitglieder einer Altpfadfindergruppe in Nieder-Roden haben sie formuliert. Darauf steht: „Vor allem nicht mehr aus den Augen verlieren!“ Vor 60 Jahren war der verschworene Pfadfinderhaufen aus dem Offenbacher Stadtteil Tempelsee auseinandergegangen. Beruf, Familie, andere Interessen – man kennt das. Durch glückliche Zufälle fanden sie sich wieder – und genießen seither bei den Pfadfindern in Nieder-Roden Gastfreundschaft.

Verschworener Haufen und Rasselbande zugleich: Anfang der 50er Jahre entstand diese Aufnahme der Pfadfindergruppe vor der Jugendherberge in Zwingenberg.

Wolfgang Friedrich, Toni Müller, Stammesführer Willi Emrich, Wolfgang Unger, Peter Elspass, Karl-Ludwig Landauer und Manfred Höf, eine einst unzertrennliche Clique Jungs aus der Lukasgemeinde in Tempelsee, sind wieder zusammen. Auf dem Areal in Nieder-Roden darf die Sippe „Wikinger“, wie sie sich nennt, Räume und Freigelände nutzen. Um komplett zu sein, fehlt allerdings noch ein Mitglied: Herbert Schmidt, genannt „Gori“, aus dem Jossaweg. „Den suchen wir noch heute“, sagt Willi Emrich. Dann stimmt er seine Gitarre – und alle schmettern ein frohes Pfadfinderlied.

Teambuilding-Aktionen im Überblick

Wie bei den Pfadfindern: Bei einem Survival-Training müssen sich Berufstätige in der freien Natur beweisen.

Immer schön die Balance halten: Im Hochseilgarten müssen Mitarbeiter in luftiger Höhe Hängebrücken und andere Hürden überwinden.

Trommeln für mehr Teamgeist: Musik verbindet - das funktioniert auch im Beruf.

Ein Seifenkistenrennen ist das Richtige für frisch zusammengestellte Teams.

Beim gemeinsamen Floßbau dürften viele Büroangestellte vor ungewohnten Aufgaben stehen. 

Scherben bringen Glück: Beim Car Crushing geben Mitarbeiter alten Autos den Rest - das soll Aggressionen abbauen und den Teamgeist stärken. 

Verkehrte Welt: Beim House Running spazieren Mitarbeiter - mit Spezialgurten gesichert - die Fassade eines Hochhauses herunter.

Nur Fliegen ist schöner: Beim Base Flying stürzen sich Teilnehmer vom Dach eines Hauses und werden erst in letzter Sekunde automatisch abgebremst.

Singen, Ausflüge machen, alte Erinnerungen austauschen: Die Aktivitäten der „Wikinger“ sind heute meist geselliger Natur. Die ausgedehnten Fahrradtouren – so wie früher – kommen freilich nicht mehr in Frage. Immerhin sind die Herren bis zu 80 Jahre alt. Zuletzt waren sie mit dem Schiff in Aschaffenburg. Auch haben sie eine Draisinenfahrt im Odenwald gemacht. Ein Städelbesuch in Frankfurt und eine Tour nach Rüdesheim stehen demnächst auf dem Programm. Wer meint, dass er zur Gruppe passt, ist willkommen.

Kontakt: 06106-22066, Wolfgang Friedrich.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare zu diesem Artikel