Holzofenbrotfest der Bäckerei Spahn

Blumenkeks hat viele Augen

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Das wird einmal ein Holzofenbrot: Peter Josef Spahn wiegt den Teig ab, portioniert ihn und packt ihn in die Brotkörbe. Dann muss der Sauerteig erst noch einmal ruhen.

Nieder-Roden - Beim Holzofenbrotfest der Bäckerei Spahn in Nieder-Roden finden sich viele Stammgäste ein. Außer dem begehrten Brot gibt es weitere Spezialitäten, die die Besucher beim Hoffest gerne genießen. Auch Kinder backen dort gerne – das ist eine Attraktion. Von Simone Weil 

Die Besucher haben immer die Qual der Wahl und das Bedienteam ist am Flitzen: vegetarischer Döner mit Schafskäse, Prager Schinken, Schmierkuchen, Käsewürstchen und jede Menge Kuchen. Schon am frühen Nachmittag ist der Hof der Bäckerei von Peter Josef Spahn sehr gut besucht. Die Gäste wissen aus Erfahrung, dass sie beim Fest an der Haiburgstraße so viel Leckeres geboten bekommen, dass sie daheim nicht kochen müssen.

Deswegen sind viele Stammgäste unter den Besucher. Dazu zählen auch Rudolf Welzbacher und seine aus Griechenland stammende Gattin Maria. Der Nieder-Röder kommt Jahr für Jahr zum Hoffest der Spahns: „Es ist eine schöne Atmosphäre und man trifft viele Bekannte“, ist sich das Paar einig.

Dreimal die Woche backt Spahn sein beliebtes Holzofenbrot aus Sauerteig. Der Ofen, der im Hof in einem Unterstand steht, muss gut zwei Stunden lang vorgeheizt werden, damit er auf die 300 Grad kommt. Der hohen Temperatur seien der gute Geschmack und die krosse Kruste zu verdanken, sagt der Bäcker.

Also wie geht das jetzt? Erst mal ein Plätzchen ausstechen und dann mit reichlich süßem Belag verzieren. Die Kinder haben ihren Spaß in der Backstube. 

30 Kilo-Laibe passen in den Ofen. Vorher hat der Bäcker in seiner Backstube zubereitet, abgewogen, portioniert und auf Körbe verteilt. Der 50-Jährige ist stolz darauf, seine ganzen Produkte noch in Handarbeit herzustellen. Das hat in seiner Familie Tradition: Immerhin ist er die dritte Generation im Bäckerhandwerk. Dass der Hausherr immer noch Freude an seinem Beruf hat, lässt sich auch an seinem T-Shirt ablesen. Auf dem steht: „Ich bin Bäcker. Warum? Weil ich’s kann.“

Inzwischen sind die Kinder der Besucher ungeduldig geworden. Spahns Schwester Elke wird jetzt mit ihnen backen: Teig ausrollen und mit schönen Förmchen ausstechen und poppig verzieren. Das findet der Nachwuchs richtig gut.

Blumenform, Krabbe, Delfin und ein Wal kommen gut an bei den Kindern. Ist der Teig erst einmal ausgestochen, wird er verziert mit allerlei buntem Zuckerbelag. Elke Spahn ist begeistert von der Blume, die eines der Mädels verschönt hat: In jedem Blütenrund hat sie ein Zuckerauge platziert. Die anderen Kinder entscheiden sich für die bunten Streusel und kleine Marshmallows. Also süß werden die Kekse auf jeden Fall.

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