Schüler beteiligen sich an Gewässeruntersuchung

Kein Mikroplastik im Wasser der Rodau gefunden

Nieder-Roden - Drei Schülergruppen der Heinrich-Böll-Schule (HBS) wurden für ihre Unterstützung einer wissenschaftlichen Arbeit von der Kieler Forschungswerkstatt gelobt.

Mit ihren Untersuchungen der Rodau leisteten sie einen Beitrag zu den Wissenschaftsjahren „Meere und Ozeane“. Für das Citizen-Science-Projekt „Plastikpiraten“ hatten HBS-Schüler dreimal den Rodgauer Bach und dessen Uferzonen untersucht. An dem Forschungsprojekt im vergangenen Schuljahr beteiligten sich mehr als 180 Schulen bundesweit. Die Schüler erhoben Daten, die nun von Wissenschaftlern ausgewertet werden.

Für die Qualität ihrer Arbeit wurden die Rodgauer Schüler jetzt gelobt. „Ein großes Dankeschön für den Superzustand der eingereichten Daten und für die sorgsame und gewissenhafte Arbeit“, so Tim Kiessling von der Kieler Forschungswerkstatt, einem Schülerlabor der Uni Kiel.

Die Forschungswerkstatt dokumentiert alle erhobenen Daten auf einer digitalen Deutschlandkarte. Anschließend werden sie ausgewertet.

Bei den Aufträgen, die die Schüler bearbeiten mussten, ging es um verschiedene Aspekte: Flussbeschreibung und Fließgeschwindigkeit, Müll am Flussufer, Müllansammlungen und treibender Müll. Auch die Arbeitsmethoden waren fest vorgegeben. So mussten die Schüler beispielsweise GPS-Daten auslesen oder neun Messstationen anlegen. Ein spezielles Netz fing Treibgut ein. Nach der Untersuchung vor Ort musste das Treibgut auf eventuell vorhandenes Mikroplastik untersucht werden.

Entenrennen in Jügesheim: Bilder

Die gute Nachricht: Die Rodau und ihre Umgebung sehen gut aus, zumindest an den Untersuchungsplätzen in Nieder-Roden und Dudenhofen. Beim Kunstwerk „Wasserschlange“ im Jügesheimer Rodau-Park fanden die Jugendlichen jedoch viele Zigarettenstummel und Plastikabfälle. Sogar während die Schüler arbeiteten, warfen Spaziergänger im Vorgehen Abfälle von der Brücke in die Rodau.

Mikroplastik fanden die HBS-Schüler nicht. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt betrug 40,80 Teile pro 1 000 Liter Flusswasser. (eh)

Infos unter www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion

Rubriklistenbild: © Michael Löw

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