Badespaß mit Hindernissen

Nieder-Roden: Online-Verkauf fürs Strandbad nicht ganz störungsfrei - Hotline überlastet

Sonne auf dem Sand und Schatten unter Bäumen: Erholung pur verspricht dieser Teil des Strandbads, aber diesmal nur in Badekleidung. Fotos: Wolf
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Sonne auf dem Sand und Schatten unter Bäumen: Erholung pur verspricht dieser Teil des Strandbads, aber diesmal nur in Badekleidung.

Sechs Tage nach Saisonbeginn läuft im Strandbad noch nicht alles rund. Sowohl das Management als auch die Schwimmmeister und die Karten-Hotline werden mit Telefonanrufen bombardiert. Täglich sollen es Hunderte sein.

Nieder-Roden - Nach den Protesten vieler FKK-Fans, die sich ausgegrenzt fühlen, werden weitere Kritikpunkte laut.

Viele Probleme lassen sich schnell lösen. Dazu zählt zum Beispiel das Anliegen einer 84-jährigen Besucherin mit Rollator, für die der Hang zum neuen Ausgang am Beachvolleyballplatz zu steil ist. Sie und andere Betroffene können das Gelände durch das Eingangstor verlassen, wo der Hang flacher ist.

Auch viele technische Probleme beim Online-Verkauf der Eintrittskarten wurden bereits gelöst, wie der Plattformbetreiber „ticket i/O“ (Köln) auf Anfrage der Stadtverwaltung mitteilte.

„Wir haben seit der Eröffnung mehr als 3 000 Tickets verkauft. Störungen treten vereinzelt auf“, sagt Stadt-Pressesprecherin Sabine Hooke. Probleme gebe es mit älteren Smartphones oder mit nicht mehr aktuellen Internetbrowsern. Die Bezahlung mit Kreditkarten könne scheitern, wenn die Besitzer die Funktion für sicheren Online-Einkauf (3-D-Secure) nicht aktiviert hätten.

Für FKK-Fans ist dieses Schild ein rotes Tuch: Es befindet sich am Zugang zu ihrem gewohnten Strandabschnitt.

Ein Leser unserer Zeitung berichtete am Dienstag, er habe eine halbe Stunde lang erfolglos versucht, online eine Eintrittskarte zu erwerben. Die Telefon-Hotline des Ticketanbieters sei trotz mehrerer Versuche nicht erreichbar gewesen. Der frustrierte Badegast: „Ich hatte meine Tasche schon gepackt und wollte einen schönen Tag genießen. Heute gehe ich nicht mehr hin.“

Die Hotline sei überlastet, berichtet die städtische Pressesprecherin. Eigentlich seien die sechs Mitarbeiter für Badegäste da, die keinen Internetzugang haben ihre Eintrittskarten telefonisch buchen wollen. Viele Anrufer unter z 0221 30084311 hätten jedoch allgemeine Fragen zum Badesee, wollten sich über die Corona-Situation beschweren oder Verschwörungsmythen äußern. Sabine Hooke: „Teilweise dauern die Telefonate bis zu 25 Minuten. Es muss wirklich heftig sein.“

Von Ekkehard Wolf

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