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Ohne Singen kein Weihnachten

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Die Familien Bayer und Zang planen, im kommenden Jahr ihre adventliche Liederaktion auf alle Seniorenheime auszuweiten.
Die Familien Bayer und Zang planen, im kommenden Jahr ihre adventliche Liederaktion auf alle Seniorenheime auszuweiten. © Hampe

„O du fröhliche“ oder „Stille Nacht, heilige Nacht“: Markus Zang und Markus Bayer machen seit 13 Jahren in der Adventszeit Musik in Rodgauer Altenheimen. Ins Haus Elfriede in Rollwald und ins Gretel-Egner-Haus in Dudenhofen kamen sie gemeinsam mit ihren Familien zu Besuch, um dort Weihnachtslieder zu singen. Weil diese Aktion so begeistert und dankbar von Bewohnern und Personal angenommen worden war, wollten sich die zwei engagierten Familien bereits im vergangenen Jahr selbst durch Corona keinen Strich durch die Rechnung machen lassen.

Rodgau – Damals sangen sie vor den Heimen. In diesem Jahr sind die Bedingungen kein bisschen besser, aber aufs Weihnachtssingen sollte auch diesmal nicht verzichtet werden. Markus Zang hat nämlich erlebt, dass selbst demente Heimbewohner sich an den Text erinnern konnten und aus vollem Herzen mitgesungen haben.

Mittlerweile ist dieses Adventssingen sämtlichen Familienmitgliedern ans Herz gewachsen. Das bedeutet: Ohne Singen stellt sich das Weihnachtsgefühl nicht ein. „Das gehört für uns zusammen“, sagt Markus Zang. Damit sich wenigstens ein bisschen Stimmung einstellt, hat der Bastler einen kleinen Teil seiner großen Weihnachtskrippenlandschaft im Gretel-Egner-Haus aufgebaut.

Für ihren Auftritt am vergangenen Wochenende haben sich die Familien Bläserunterstützung geholt: Rodgaus designierter Bürgermeister Max Breitenbach verstärkte den Klang mit der Trachtenkapelle Josef Ambach. Beim Platzkonzert wechselten sich die Sänger und die Bläser in der zweiten Hälfte ab. Zum Schluss spielten sie ein Stück gemeinsam.

Beim Singen aber wollen es die Aktivisten nicht belassen, sie wollen nämlich noch mehr Freude verbreiten. Dazu aber brauchen sie Hilfe. Sie hoffen, dass sich Kinder oder ganze Grundschulklassen dafür begeistern können, für die Menschen in den Pflegeheimen Bilder zu malen oder einen kleinen Text zu schreiben (vielleicht mit Vornamen und Altersangabe).

Diese persönlichen Briefe sind ein ganz kostbares Geschenk für die Senioren. Das haben die Initiatoren der Aktion immer wieder erfahren. Deswegen wollen wir den Aufruf zur Beteiligung gerne unterstützen. „Es geht darum, den Bewohnern zu zeigen, dass wir an sie denken und dass sie nicht alleine sind“, erläutert Markus Zang die Idee. „Die ersten Schulen und Kindergärten haben Unterstützung zugesagt und wir werben weiter.“

Wer also mitmachen möchte, schreibt ein paar Zeilen und malt etwas. Bis zum 22. Dezember sollten die Werke in einem der drei Briefkästen sein: Bayer, Kästnerstraße 3a (Nieder-Roden); Zang, Schulstraße 113 (Nieder-Roden); Breitenbach, Ostpreußenstraße 12 (Weiskirchen). Übrigens können es gar nicht genug Weihnachtsbriefe sein. Die werden auf alle Fälle bis Heiligabend ausgeliefert. (Von Simone Weil)

Die Freude über solche gemalten Grüße ist groß.
Die Freude über solche gemalten Grüße ist groß. © P

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