Erster Spatenstich an der Straße Hainhausen – Rembrücken

Radweg kommt ins Rollen

Drei, zwei, eins . . . und los! Beim ersten Spatenstich zum Bau des Fahrradwegs Hainhausen – Rembrücken schippten gestern auch drei Schüler mit.
+
Drei, zwei, eins . . . und los! Beim ersten Spatenstich zum Bau des Fahrradwegs Hainhausen – Rembrücken schippten gestern auch drei Schüler mit.

Rodgau/Heusenstamm – Der Bau des Fahrradwegs zwischen Hainhausen und Rembrücken hat begonnen. Offizielle aus Rodgau und Heusenstamm zelebrierten am Freitag kurz nach 15 Uhr den ersten Spatenstich. Anfang Oktober legen die Bauarbeiter los. Kurz vor Weihnachten soll die 1200 Meter lange Asphaltbahn fertig sein.

Auf dieses Geschenk haben Fahrradfahrer seit Jahrzehnten gewartet. Wie lange genau, weiß man nicht mal mehr im Rodgauer Rathaus. „Seit mindestens 35 Jahren“ sei der Radweg ein Thema, hieß es am Freitag.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann, seit zehn Jahren im Amt, kennt die Diskussionen auch aus seinen früheren Tätigkeiten an der Spitze der Stadtwerke Rodgau und der Kreisverkehrsgesellschaft. Bereits damals radelten Schüler aus Rembrücken morgens zur Schule nach Hainhausen entlang der damaligen Landesstraße 3405, nur eine Armlänge von den Autos entfernt. Und schon in den 80er-Jahren hieß es: „Nächstes oder übernächstes Jahr wird gebaut.“

Es gab mehrere Versuche, das Problem zu lösen – und immer wieder gab es Gründe dagegen: Straßenbauvorschriften, Naturschutz und die Aufteilung der Kosten.

„Wenn man es ernst meint, muss man festgefahrene Positionen überwinden“, betont Heusenstamms Bürgermeister Halil Öztas, der 2016 ins Amt kam. Als unbelastetem Neueinsteiger gelang es ihm, unkonventionelle Wege zu gehen. Das betrifft vor allem die Finanzierung: Obwohl der neue Weg fast vollständig auf Rodgauer Gemarkung liegt, teilen sich beide Städte die Baukosten 50 : 50.

Beim Spatenstich würdigte Halil Öztas das Engagement des Bürgerforums Rembrücken. Dessen Mitglieder hätten „hartnäckig, aber immer fair“ für den Bau des Radwegs gekämpft.

Jürgen Hoffmann dankte dem Land Hessen, das mit 70 Prozent den Löwenanteil der Baukosten übernimmt. Dadurch muss jede der beiden Städte weniger als 100 000 Euro aufbringen. Hoffmann: „Für manche Projekte müssen einfach nur die Sterne richtig stehen.“

Öztas sieht schon das nächste Thema am Horizont: eine Verlängerung der Rodgau-Ringstraße nach Norden. Auch dafür setzt sich das Bürgerforum Rembrücken ein.

Von Ekkehard Wolf

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare