Sichere Verbindung zwischen Hainhausen und Rembrücken

Radweg wird vor Weihnachten fertig

Mit Volldampf voran gehen die Bauarbeiten am Geh- und Radweg zwischen Hainhausen und Rembrücken.
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Mit Volldampf voran gehen die Bauarbeiten am Geh- und Radweg zwischen Hainhausen und Rembrücken.

Der neue Geh- und Radweg zwischen Hainhausen und Rembrücken wird rechtzeitig vor Weihnachten fertig. Seit Mittwoch wird kochend heißer Asphalt auf der Strecke festgewalzt – zwölf Wochen nach dem ersten Spatenstich.

Rodgau - Der neue Weg ist etwa 1200 Meter lang. Er schließt eine wichtige Lücke im Radwegenetz des Kreises Offenbach. Bisher mussten Fahrradfahrer die Straße benutzen, nur durch eine weiße Linie vom Autoverkehr getrennt. Trotz Tempolimit (70 km/h) kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Nun haben Radler und Fußgänger ihren eigenen Weg, der deutlich von der Fahrbahn abgesetzt ist. Ein Grünstreifen wird noch angelegt.

Nach 35 Jahren wird der Wunsch endlich Wirklichkeit

Seit mindestens 35 Jahren ist dieser Radweg zwischen Rodgau und Heusenstamm schon im Gespräch. Mehrere Generationen von Kommunalpolitikern haben sich daran die Zähne ausgebissen. Dabei spielte auch mit, dass die Straße zwischen Hainhausen und Rembrücken früher eine Landesstraße war. Mal sollte der Weg südlich der L 3405 im Wald verlaufen, mal auf einem Seitenstreifen der Fahrbahn, nur durch eine Leitplanke abgetrennt.

Den Anstoß zur aktuellen Planung gaben Eltern aus Rembrücken, deren Kinder in Rodgau zur Schule gehen. Das Bürgerforum Rembrücken setzte sich für den Bau des Radwegs ein – „hartnäckig, aber immer fair“, wie Heusenstamms Bürgermeister Halil Öztas sagt.

Rodgau und Heusenstamm teilen sich die Kosten

Wer soll das bezahlen? Auf diese Frage haben Rodgau und Heusenstamm eine ungewöhnliche Antwort gefunden. Obwohl der neue Weg fast vollständig auf Rodgauer Gemarkung liegt, teilen sich beide Städte die Baukosten 50 : 50. Für den Unterhalt ist jede Stadt auf ihrer Gemarkung verantwortlich.

Der Weg kostet knapp 700 000 Euro. Den Löwenanteil der Baukosten trägt das Land Hessen. So bleiben an jeder Stadt weniger als 100 000 Euro hängen.

eh

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