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Rodgau: Neue Kehrmaschinen - Die Stadt soll sauberer werden 

Markus Ebel-Waldmann, Stadtwerke-Geschäftsführer, technischer Betriebsleiter Stefan Lambert, Fahrer Holger Brand, Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Erster Stadtrat Michael Schüßler (von links) sind angetan von der neuen Kehrmaschine.
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Markus Ebel-Waldmann, Stadtwerke-Geschäftsführer, technischer Betriebsleiter Stefan Lambert, Fahrer Holger Brand, Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Erster Stadtrat Michael Schüßler (von links) sind angetan von der neuen Kehrmaschine.

Die Stadtwerke haben ihren Fuhrpark aufgerüstet. Jetzt wurde für 136 000 Euro eine neue Kompaktkehrmaschine gekauft. Die bisherige hatte 2018 nach nur vier Jahren wegen permanenter Überlastung ihren Geist aufgegeben. Die neue aus Frankreich vom Typ Mathieu Azura MC 2010 sollte Rodgauer Ansprüchen besser genügen. Schließlich meistern Maschinen diesen Typs sogar in der Metropole Paris alle Anforderungen.

Rodgau - Rodgau soll sauberer werden. Dort tritt jetzt eine neue Kehrmaschine an, Straßen und Gehwege, Unterführungen, Kreisel und städtische Liegenschaften sauber zu halten. Der rollende Arbeitsplatz von Fahrer Holger Brand weist einige Besonderheiten auf: 360-Grad-Kamera zur Sicherheit, ausschwenkbare und von Wasser benetzbare Besen, die sogar Unkraut wegkratzen, bequemes Stecksystem zum schnellen Besentausch, Staubfilter, variable Druck- und Saugleistung. Klimaanlage und ein Komfortsitz machen den Rechtslenker zu einem angenehmen Arbeitsplatz. Für Rodgauer Verhältnisse wichtig: Der Saugmund und der Saugschacht sind so groß dimensioniert, dass sie überdurchschnittliche Saug- und Kehrergebnisse bei Glas, Plastik, Kies oder Sand ermöglichen und selbst Sektflaschen schlucken. Zum Beispiel nach dem Fastnachtszug uff de Gass.

Die Arbeit erleichtern zudem die besonders große Wendigkeit des Euro-6-Diesel. Und ein kleines Computerprogramm speichert für bestimmte Straßen bestimmte Einstellungen und Arbeitsweisen der Maschine. So lassen sich zum Beispiel Besendruck und -neigung schneller abrufen und einstellen.

Eine zuschaltbare Allradlenkung ermöglicht einen sehr kleinen Wendekreis. „Die Maschine war die einzige, die die engen Kurven an den S-Bahn-Unterführungen ohne Rangieren durchfahren konnte“, betont Sabine Kretschmer, die Geschäftsbereichsleiterin des Abfall- und Ressourcenmanagements. „Das senkt das Risiko, Passanten beim Zurücksetzen zu übersehen.“

„Die Anschaffung ist für uns, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Gewinn“, freut sich Stefan Lambert, technischer Betriebsleiter der Stadtwerke. „Durch ihre Flexibilität ist sie ideal für den ganzjährigen Einsatz in unserer Stadt.“

Die Mitarbeiter der Kommunalen Dienste hatten sich im Vorfeld über Kehrmaschinen verschiedener Hersteller informiert, diese mehrere Tage getestet und sich intensiv mit Nachbarkommunen über deren Erfahrungen ausgetauscht. Von den Qualitäten der Kompaktkehrmaschine aus Frankreich überzeugten sich jetzt auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Erster Stadtrat Michael Schüßler und Kulturdezernent Winno Sahm.

Eloquent wie immer, hatte Sahm auch gleich den zum Termin passenden Reim parat. Er zitierte den Frankfurter Mundartdichter Friedrich Stoltze, der – verärgert über das dreckige Frankfurt – einst einen Wunschzettel ans Christkind verfasste: „Willst Du uns etwas Gutes tun, bescher’ uns eine Kehrmaschin’.“ (bp)

Fahrer Holger Brand an seinem Arbeitsplatz.

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