Gesundheitsamt genehmigt Sportstunden beim JSK Rodgau

Trotz Corona: Rehasport in Rodgau startet wieder

Abstand halten ist im Haus der Begegnung kein Problem – hier bei einer Rehasport-Stunde mit Physiotherapeutin Isabella Kohoutek.
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Abstand halten ist im Haus der Begegnung kein Problem – hier bei einer Rehasport-Stunde mit Physiotherapeutin Isabella Kohoutek.

Trotz Corona-Einschränkungen können die Rehasport-Kurse des JSK Rodgau wieder laufen. Eine Sondergenehmigung des Gesundheitsamtes macht’s möglich. Am Mittwoch fanden die ersten beiden Stunden im Haus der Begegnung statt.

Rodgau - Für die Kursteilnehmer ist Bewegung besonders wichtig. Die Übungen helfen ihnen, körperliche Einschränkungen zu überwinden. Der Rehasport findet nach ärztlicher Verordnung statt. Deshalb ist er auch jetzt erlaubt, obwohl Vereinssport und Fitnessstudios Pause haben.

Beim Beginn des sogenannten Teil-Lockdowns war auch der JSK der Empfehlung des Rehasportverbandes gefolgt. Die lautete sinngemäß so: „Fahrt erst mal alles runter und holt euch dann eine Genehmigung“, wie JSK-Vizevorsitzende Angelika Stark sagt.

Die Genehmigung liegt jetzt vor. „Das war erstaunlich unbürokratisch“, sagt JSK-Vorsitzender Lothar Mark, „wir hatten aber auch einen guten Ruf beim Kreisgesundheitsamt.“ Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr hatte der Verein die Behörde mit seinem Hygienekonzept überzeugt.

Neben der Turnhalle Ostring nutzt der Verein jetzt auch das Haus der Begegnung. Der JSK hat das katholische Gemeindehaus vorerst für zwei Jahre angemietet, auch, um die Pfarrgemeinde St. Nikolaus zu unterstützen. Ohne Veranstaltung fehlen der Gemeinde Einnahmen, um die Gebäudekosten zu bestreiten. Lothar Mark: „Die Bewirtschaftunsgesellschaft ist überglücklich, dass Geld fließt.“

Bewegung ist für die Gesundheit wichtig

Froh sind auch die Rehasportler. Sie können nun wieder gemeinsam an ihrer Beweglichkeit arbeiten, und das unter fachlicher Anleitung. „Wir machen das Beste daraus“, sagt Übungsleiterin Isabella Kohoutek. Sie bedauert nur eines: „Schade, dass wir keine Partnerübungen mehr machen können.“

Auch im Einzeltraining hat die Physiotherapeutin genügend Übungen im Repertoire, um alle Teilnehmer ihrer Orthopädie-Gruppen zu fördern und zu fordern. Die Besucher bringen ein breites Spektrum an Beschwerden mit: vom Fuß über Knie und Hüfte bis zum Rücken. Isabella Kohoutek stellt die Übungen ihrer Gymnastikstunden so zusammen, dass jeder daraus etwas mitnehmen kann.

Die Rehasport-Gruppen sind zurzeit allerdings nicht vollzählig. „Etwa ein Drittel der Teilnehmer haben Bedenken“, berichtet Angelika Stark. Vor allem ältere Damen und Herren blieben lieber daheim, um eine Corona-Infektion zu vermeiden.

Ministerpräsident lobt „herausragendes Engagement“

Der JSK Rodgau tut alles dafür, dass das Infektionsrisiko während der Sportstunden so gering wie möglich ist. Mobile Stellwände mit durchsichtiger Folie teilen den Raum in einzelne Kabinen auf. Offene Türen sorgen für Luftaustausch, außerdem gibt es ein Abluftsystem. Pfeile auf dem Boden schreiben die Gehrichtung vor, um Begegnungen zu vermeiden. Und am Eingang gibt es gleich drei Möglichkeiten, um die Hände zu desinfizieren – eine Spende des Reinigungsmittelhändlers Harema. Auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier ließ dem Verein eine finanzielle Unterstützung zukommen: Der JSK zeige in der Corona-Krise „ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement“.

Von Ekkehard Wolf

In nummerierten Kabinen üben die Teilnehmerinnen der Rehasport-Gruppen im Haus der Begegnung. Dank der Stellwände, die mit transparenter Folie bespannt sind, können sie sich am Platz ohne Maske bewegen.

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