Mehr Licht auf dem Weg

Bahnpfädchen in Rodgau nun durchgehend beleuchtet

Testfahrt in der Abenddämmerung: Bürgermeister Jürgen Hoffmann (rechts) und Erster Stadtrat Michael Schüßler (links) probieren das neu asphaltierte und beleuchtete Stück des Bahnpfädchens aus.
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Testfahrt in der Abenddämmerung: Bürgermeister Jürgen Hoffmann (rechts) und Erster Stadtrat Michael Schüßler (links) probieren das neu asphaltierte und beleuchtete Stück des Bahnpfädchens aus.

Fußgänger und Fahrradfahrer sind entlang der S-Bahn-Strecke auch im Dunkeln komfortabel unterwegs. Das Bahnpfädchen ist jetzt durchgehend beleuchtet, zumindest auf einer Seite der Strecke.

Rodgau – Außerdem wurde der letzte Abschnitt des Wegs asphaltiert – einschließlich der Engstelle unter der Brücke der Kreisquerverbindung. Die Arbeiten wurden pünktlich fertiggestellt.

Seit Ende Januar wurden 77 LED-Leuchtmasten aufgestellt und angeschlossen. Damit wird der Weg vom neuen Gewerbegebiet „Lichte Haide“ (Weiskirchen) bis zum Krümmlingsweg (Nieder-Roden) ausgeleuchtet. Die Installation übernahm die Stadtwerke Rodgau Energie GmbH (SWR.E), eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke. Der Auftrag für die Asphaltarbeiten wurde an ein Tiefbauunternehmen vergeben.

Das Besondere an der Wegbeleuchtung: Es handelt sich um adaptive Lichtquellen, die auf Bewegung reagieren. Spezielle Linsen und eine angenehme Lichtfarbe sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung, die das Sicherheitsgefühl erhöht. Gleichzeitig spart die bedarfsgerechte Steuerung Energie – und zwar rund 90 Prozent im Vergleich zu einer herkömmlichen Schaltung. „Statt einer kostenintensiven Dauerbeleuchtung haben wir eine smarte, kostengünstige und innovative Alternative geschaffen. Diese bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch ökologische wie eine geringere Lichtverschmutzung“, so Markus Ebel-Waldmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH. In Nieder-Roden ergänzt die E-Netz Südhessen die Strecke bis Juli um weitere vier Leuchten.

Eine digitale Leitstelle ermittelt statistische Werte wie den aktuellen und durchschnittlichen Stromverbrauch oder die Brenndauer der Leuchten. Außerdem informiert sie die Mitarbeiter der SWR.E automatisch im Fall einer Störung. „Außerdem können wir über die digitale Leitstelle zukünftige Lösungen realisieren“, erklärt Projektleiter Tobias Rittler: „Der in den Masten vorgehaltene Dauerstrom ermöglicht Innovationen wie Umweltsensorik, E-Bike-Ladestationen, Public-WLAN oder Parkraumüberwachung und damit weitere entscheidende Schritte in Richtung Smart City.“

Dem Ausbau der LED-Beleuchtung war eine Testphase vorausgegangen, die 2017 mit 15 Lichtmasten zwischen Dudenhofen und Nieder-Roden begann. Die technischen Erkenntnisse aus dieser Zeit fielen positiv aus. Allerdings gab es auch mutwillige Beschädigungen. Die Folge: Die Glasscheiben über den LEDs wurden durch bruchsicheren Kunststoff ersetzt.

„Gleichzeitig mit dem Ausbau der LED-Beleuchtung konnten wir eine zweite offene Baustelle zum Abschluss bringen“, freut sich Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Auch die letzte Schotterstrecke des Bahnpfädchens zwischen dem Bahnhof Dudenhofen und der Kreisquerverbindung ist nun Geschichte. Das gut 400 Meter lange Wegstück ist nun ebenfalls asphaltiert.

Besonders die Engstelle unter der Brücke war bisher schlecht zu befahren, da sie nur grob geschottert war und dort regelmäßig Pfützen standen. Nun ist die Strecke bei jedem Wetter befahrbar. Das Regenwasser kann abfließen. Auch der Asphaltbau sei in guter Qualität, kosteneffizient und fristgerecht erledigt worden, sagt Stefan Lambert, der technische Betriebsleiter der Stadtwerke. (eh)

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