Rodgaus größte Kita ist genehmigt

Neubau auf dem Fußballplatz

Auf dem früheren Kunstrasenplatz soll in einem Jahr eine Kindertagesstätte stehen.
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Auf dem früheren Kunstrasenplatz soll in einem Jahr eine Kindertagesstätte stehen.

Die größte Kindertagesstätte in Rodgau soll neben der Sporthalle Lange Straße entstehen. Sie soll Platz für bis zu 160 Kinder in acht Gruppen bieten. Seit 21. Juli liegt die Baugenehmigung im Rathaus vor.

Rodgau - Die Stadt tut etwas gegen die Wartelisten für einen Kitaplatz. Zurzeit sucht die Stadt einen Generalunternehmer für den Neubau einer Kita an der Lange Straße in Jügesheim. Der Auftrag ist in einer Ausschreibungsdatenbank veröffentlicht. Die Unternehmen haben fünf Wochen Zeit, ihre Angebote einzureichen. Wegen der Corona-Pandemie und der Ferienzeit ist diese Frist länger als sonst.

Die Stadt nutzt diese Zeit, um das Baufeld vorzubereiten. Unter anderem soll eine Baustraße angelegt werden. Der kaputte Kunstrasen-Sportplatz wurde bereits im Frühjahr entfernt.

Mehr Kitaplätze für Rodgauer Kinder

Sobald der Auftrag erteilt ist, soll es schnell gehen. Die neue Kindertagesstätte soll schon Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen. Die kurze Bauzeit lässt sich dadurch erreichen, dass das Gebäude aus vorgefertigten Teilen errichtet wird.

Dennoch soll es keine Kita „von der Stange“ werden. Das Architekturbüro SDKS Architekten (Darmstadt) hat das Gebäude genau nach den Anforderungen der Stadt geplant – einschließlich der Spielflure, die typisch für städtische Kitas sind.

Die reinen Baukosten schätzt die Stadt derzeit auf rund fünf Millionen Euro. Mit Architektenhonorar und anderen Nebenkosten dürfte die Summe sieben Millionen erreichen. Bisher stehen dafür lediglich 4,8 Millionen Euro im Haushaltsplan.

Geplant ist ein eingeschossiges Bauwerk, das aus drei Gebäudeteilen besteht. Im mittleren Trakt sind Eingang, Mehrzweckraum, Küche und Bistro. Im Westen schließen sich vier Gruppenräume für Kleinkinder unter drei Jahren an, im Osten befindet sich der Bereich für die Drei- bis Sechsjährigen. Zwischen den Gruppenräumen und dem Außengelände ist eine Art Loggia geplant, in der die Kinder vor Regen und Sonne geschützt spielen können.

Die Kindertagesstätte neben der Sporthalle soll dazu beitragen, den Mangel an Kita-Plätzen zu verringern. Eines Tages soll sie die Kita Nordring ersetzen; nach mehr als 30 Jahren lässt sich der Leichtbau nicht mehr sanieren. In den nächsten Jahren wird die Kita Nordring aber noch gebraucht.

Für den Schulsport der Georg-Büchner-Schule hat die Stadt ein Ersatzgrundstück zwischen Sporthalle und B 45 angeboten.  (eh)

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