„Da ist Bewegung drin“

Drei neue Wohnhäuser der Stadt sind im Rohbau fertig

Der Rohbau steht, das Dach ist dicht: Am ersten der drei städtischen Wohnhäuser an der Dudenhöfer Straße sind bereits die Fenster eingesetzt. In dieser Woche fangen die Heizungs- und Sanitär- sowie Elektroinstallateure an.
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Der Rohbau steht, das Dach ist dicht: Am ersten der drei städtischen Wohnhäuser an der Dudenhöfer Straße sind bereits die Fenster eingesetzt. In dieser Woche fangen die Heizungs- und Sanitär- sowie Elektroinstallateure an.

In Rodgau wird gebaut. Drei städtische Wohnhäuser sind jetzt im Rohbau fertiggestellt.

Rodgau – Die drei städtischen Wohnhäuser an der Dudenhöfer Straße 69 sind im Rohbau fertig. Die Stadt hat sich „bezahlbares Wohnen“ zum Ziel gesetzt. Dennoch werden es keine Billigbauten. „Es ist für die Stadt Rodgau eine Besonderheit: nicht dass wir bauen, sondern dass wir in diesem Umfang bauen“, sagte Erster Stadtrat Michael Schüßler bei der Feier anstelle eines Richtfests. Die drei Wohnhäuser am Ortseingang seien „nur eine Baustelle von vielen“. Die Stadt errichte zurzeit 50 Wohnungen und 18 Kita-Gruppen.

Fast ein Drittel des städtischen Wohnungsbestandes sei in den acht Jahren seit 2012 entstanden, so Schüßler. Und allein an Kindertageseinrichtungen baue Rodgau gerade so viel wie eine kleinere Gemeinde (Mainhausen, Egelsbach) insgesamt an Kitas aufweise.

Gerade im Wohnungsbau unternehme die Stadt „so viel wie nie zuvor“. Auch private Bauherren seien sehr aktiv. Die Stadt wolle gezielt „bezahlbaren Wohnraum“ schaffen: „Wir haben einen innovativen Ansatz gewählt, um zu zeigen, wie man zwar reduziert, aber architektonisch wertvoll bauen kann.“

Um die Kosten zu senken, gibt es keinen Keller. Barrierefreie Wohnungen sind nur im Erdgeschoss, sodass man dafür keinen Aufzug braucht. Trotz sparsamer Bauweise werden solide Materialien verwendet, unter anderem Kalksandsteine aus Dudenhofen. Jede Wohnung verfügt über Terrasse oder Balkon. Weil sich die 30 Wohnungen auf drei Häuser verteilen, erhalten sie viel Tageslicht. „Für sozialen Wohnungsbau haben wir sehr üppig gearbeitet“, sagte Jan Dilling, einer der beiden Architekten.

Der Clou: Die Gebäude stehen nicht gerade in einer Reihe, sondern sind gegeneinander verdreht. Dadurch soll trotz ihrer Höhe ein verspielter Eindruck entstehen. Dilling: „Da ist Bewegung drin.“

24 Bäume wurden für die drei Häuser gefällt. Die Stadt pflanzt dafür anderswo Ersatz. „Wir haben eigentlich ein Deponiegelände einer anderen Nutzung zugeführt“, sagte der Erste Stadtrat. Probebohrungen hätten ergeben, dass von den Lederresten im Boden keine Gefahr ausgehe. Dennoch habe die alte Abfalldeponie einen erhöhten Aufwand beim Bau der Fundamente erfordert: „Da holt einen einfach die Vergangenheit ein.“

Trotz der Coronakrise werde die Stadt auch weiterhin investieren, kündigte Schüßler an: „Wir sind immer gut damit gefahren, in Zeiten der Krise nicht auf die Bremse, sondern aufs Gas zu treten.“ Als Beispiel nannte er den Bau zweier Feuerwehrhäuser in der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt. Die kommunale Bautätigkeit bedeute auch Aufträge für Handwerker.

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