In Klinik gebracht

Bewohner rastet aus: SEK stürmt Obdachlosenunterkunft in Rodgau

Die Besatzung mehrerer SEK-Busse rückte aus Frankfurt an, um den übergriffigen Bewohner der Unterkunft ruhig zu stellen.
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Die Besatzung mehrerer SEK-Busse rückte aus Frankfurt an, um den übergriffigen Bewohner der Unterkunft ruhig zu stellen.

Ein Bewohner der Obdachlosenunterkunft in Rodgau (Kreis Offenbach) hat für einen Großeinsatz gesorgt. Das SEK musste anrücken.

  • Großeinsatz in Obdachlosenunterkunft in Rodgau (Kreis Offenbach): SEK muss anrücken, weil sich ein Bewohner verschanzt.
  • Mann muss regelmäßig Psychopharmaka nehmen.
  • Mann aus der Obdachlosenunterkunft in Rodgau ist der Polizei bekannt.

Rodgau - Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat in der städtischen Obdachlosenunterkunft an der Friedberger Straße 30 im Rodgauer Stadtteil Dudenhofen (Kreis Offenbach) einen psychisch auffälligen Mann überwältigt. Nach Angaben der Polizei hatte ein Mitbewohner des Hauses, der sich von dem 44-Jährigen bedroht fühlte, die Einsatzkräfte alarmiert. Eine Eisenstange und ein Messer, hieß es, seien im Spiel. Verletzt wurde aber niemand.

SEK muss anrücken – Großeinsatz in Obdachlosenunterkunft in Rodgau

Da sich der aggressive Mann jedoch verschanzte, indem er Möbelstücke vor die Tür rückte, die Fenster verdunkelte, Drohungen ausstieß und sich ansonsten verweigerte, musste das SEK anrücken. Unter anderem schien möglich, dass der verwirrte Wüterich Feuer in seinem Zimmer legen könnte. „Es gab entsprechende Hinweise“, sagte ein Polizeisprecher. Folglich sei auch gleich die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter herbeigerufen worden, um in dem dicht bebauten Quartier in Rodgau im Kreis Offenbach auf das Schlimmste vorbereitet zu sein.

Die Brandschützer drehten sofort den Gasanschluss des Hauses ab, das früher die Ärztliche Notdienstzentrale und dann eine Flüchtlingsunterkunft war. Derweil evakuierte die Polizei fünf Bewohner der Obdachlosenunterkunft in Rodgau im Kreis Offenbach. Dann stürmte das SEK das Zimmer und setzte den 44-jährigen Bosnier fest. Der ließ das widerstandslos über sich ergehen. Bei einer Leibesvisitation wurden keine Waffen entdeckt. Nach Polizeiangaben muss der Mann regelmäßig Psychopharmaka nehmen. Er wurde in die Asklepios Klinik für psychische Gesundheit in Langen gebracht.

Überstellung in Klinik für psychische Gesundheit

Der Bewohner der Obdachlosenunterkunft in Rodgau (Kreis Offenbach) ist der Polizei bekannt. Anzeigen wegen Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung, Raubes und Sachbeschädigung liegen vor. Der Polizei zufolge lebte er früher in der ehemaligen städtischen Obdachlosenunterkunft an der Nieuwpoorter Straße 130. Die Stadt hat das Gelände aber als Bauland verkauft und weist deshalb seit Februar 2019 Obdachlose im Haus Friedberger Straße 30 ein.

Dort ist in sieben Zimmern Platz für 14 Bewohner. Notfalls kann noch ein Anbau belegt werden. Da es immer wieder Vorfälle dort gab, hat die Stadt inzwischen einen Sicherheitsdienst engagiert, der zu verschiedenen Zeiten Kontrollgänge macht. „Seither war es ruhiger geworden“, sagte eine Sprecherin der Stadt. Bis heute. (bp)

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