Freiraumkonzept

Am Rodgauer Wasserturm entsteht ein Park: Promenade, Parkhaus, Blühbeete, Pavillon und Erlebniszonen

So soll der Park am Wasserturm aussehen.
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So soll der Park aussehen. Links oben: das Parkhaus

Hässliche Glascontainer, zugeparkte und bei Regen matschige Fußwege, dazu ein schmuddeliges Baustofflager: Das Gebiet an Waldfriedhof und Wasserturm ist seit Jahrzehnten keine Augenweide. Damit soll Schluss sein.

Rodgau - Die Stadt hat Experten mit einem Freiraumkonzept für einen „Park am Wasserturm“ beauftragt. Dafür liegt jetzt ein Vorentwurf vor. Demnach soll das 2,3 Hektar große Areal für 3,75 Millionen Euro aufgewertet werden. Hinzu kommen 2,5 Millionen für den Bau eines zweigeschossigen Parkdecks mit 77 Plätzen. In einer Mitteilung an den Stadtplanungsausschuss nennt der Magistrat Details und den Zeitplan für ein tolles Projekt: einen neuen Park am Wasserturm. Nach Einarbeitung noch weiterer Ideen soll der endgültige Gestaltungsentwurf den Stadtverordneten spätestens im Dezember zur Beschlussfassung vorliegen.

Es ist ein altes Ärgernis: Da die meisten Freiflächen an Waldfriedhof und Wasserturm nicht befestigt sind, bekommen Trauergäste bei Regen zur Beerdigung matschige Schuhe. Überdies gibt es kaum befestigte Parkplätze. Das gesamte Areal könnte schöner sein.

Der Verein „Freunde des Wasserturms“ hat mit einem aufwendig gestalteten Drachen-Brunnen zwar schon einen wohltuenden Akzent gesetzt. Aber erst mit dem Bau des Hospizes und dem damit verbundenen täglichen Publikumsverkehr wurde deutlich, wie dringend sich dort etwas zum Besseren entwickeln muss. Erste Ideen dafür formulierten schon 2018 die Teilnehmer eines Charetteverfahrens (Ideenwerkstatt mit Bürgern, Stadtplanern, Unternehmern, Projektentwicklern und weiteren Entscheidungsträgern).

Was ist geplant für den „Park am Wasserturm“?

Von der Weiskircher Straße her wird die Straße Am Wasserturm zur Promenade aufgepflastert und aufgewertet mit Blühbeeten und Sitznischen. Dadurch entsteht ein Platzcharakter. Eine Sitzskulptur dient als Treffpunkt. An diesem westlichen Zugang zum Areal soll auch das Parkhaus stehen. Mehrere überdachte Fahrradparker werden angeboten.

Den Auftakt der Grünanlage Am Wasserturm bildet dann der „Platz der Begegnung“. Senkpoller sollen das wilde Parken dort verhindern. Für Veranstaltungen kann dieser Platz bespielt werden.

Am Rand der Fläche wünschen sich die Planer einen Pavillon (80 000 Euro teuer), den die Gastronomie (Hotel-Restaurant „Wolfsschlucht“), die „Freundes des Wasserturms“ und das Hospiz nutzen können. Über aufgelockerte Rasenplatten geht es weiter am Brunnen vorbei zum Wasserturm. Die Drachenfiguren des Brunnens werden an einen Rundweg im angrenzenden Wald versetzt und bilden den Teil eines Skulpturenpfades. Vom „Platz der Begegnung“ aus gelangen Gäste barrierefrei in den Garten des Hopizes mit Schatten spendender Pergola.

Der Weg zwischen Wasserturm und Spielplatz wird ausgebaut zum Naturerlebnispfad und Mehrgenerationenpfad mit Fitness- und Spielgeräten für alle Altersklassen. Das  Ende dieser Achse führt auf eine, in den Hang eingelassene, Landschaftstreppe hoch zur Brücke über die B 45. (Von Bernhard Pelka)

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