Anwohner fordern Austausch 

Gefährliche Situationen am Bahnübergang

Erst ein Großaufgebot an Technikern (in orangen Westen) konnte den Schaden nach vier Tagen beheben. Nachts sicherte Flatterband den Übergang (Foto unten). 
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Erst ein Großaufgebot an Technikern (in orangen Westen) konnte den Schaden nach vier Tagen beheben. Nachts sicherte Flatterband den Übergang (Foto unten). p

Etwa zehn Versuche haben Techniker der Bahn und eines Enstörungsdienstes gebraucht, bis gestern morgen die Schranken am Übergang Krümmlingsweg gegen 11 Uhr wieder funktionierten. Seit vergangenen Freitagabend mussten die Experten mehrfach anrücken.

Rodgau - Das berichten Anwohner. Sie haben für die wiederholten Störungen an dieser Stelle inzwischen kein Verständnis mehr.

Zuletzt hatte unsere Zeitung vor elf Monaten von dem Dauer-Ärger berichtet. Damals kam es wöchentlich zu Fehlfunktionen. Das Problem: Entweder die Schranken bleiben trotz S-Bahn-Verkehrs oben oder sie verharren unten. Das führt nicht nur zu Verkehrsbehinderungen, sondern regelmäßig vor allem zu gefährlichen Situationen. Von langer Wartezeit genervte Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer passieren den Übergang, obwohl die S-Bahn jederzeit kommen könnte! Vergangenen Samstag, 18 Uhr, wurde die Polizei nach Anrufen von Anwohnern im Krümmlingsweg aktiv, um Schlimmeres zu verhindern. Über Nacht sicherte dann ein Bahnmitarbeiter die gefährliche Stelle mit einer rot-weißen Girlande, wie man sie als Dekoration in der Fastnacht kennt.

Seit dem S-Bahn-Start 2003 ist die Steuerung der Schranken anfällig. Die inzwischen veraltete Technik müsste längst getauscht sein, fordern Anlieger wie die Familie von Andrea Dürr, Sigrun Dries oder Ernst Stier. Sie sind die dauernden Reparaturversuche leid. Aktuell halfen sich die Leute nach eigenen Angaben selbst, indem sie Autofahrer auf die Situation aufmerksam machten, b e v o r sie in den engen Krümmlingsweg hineinfahren und dann am kaputten Bahnübergang stehen. Schließlich sei zuvor beim Wenden in der kleinen Straße „ein Auto angedetscht worden“. Ein weiteres Ärgernis: „Wir kommen nicht mehr aus unseren Hofeinfahrten heraus.“ Auf die Nerven geht Anliegern auch die Geräuschkulisse: Sobald die Schranken defekt sind, müssen die S-Bahnen aus Sicherheitsgründen vorm Übergang hupen.  (bp)

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