Passionsblumen an der Mühlstraße

Eine einzigartige Blütenpracht in Rodgau

Ehepaar Heike und Joachim Gröger stehen vor ihrem Haus.
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Heike und Joachim Gröger vor ihrem mit unzähligen Passionsblumen bewachsenen Haus.

Ein Ehepaar aus Rodgau kann ein atemberaubend schönes Haus vorzeigen. Das Anwesen in der Mühlstraße ist ein wahres Kunstwerk.

Rodgau – So etwas sieht man äußerst selten: Über und über bewachsen ist das Haus an der Mühlstraße. An einigen Stellen blitzen weiße Blüten auf, von denen jede Einzelne ein echtes Kunstwerk der Natur ist. Die Passionsblume ist eine besonders schöne Kletterpflanze, die die Grögers an ihrem Haus in Jügesheim eine Hauptrolle spielen lassen.

Heike und Joachim Gröger haben das Gewächs beim Umzug von Gräfenhausen nach Rodgau mitgebracht. Mit ihrem Mann ist die gelernte Personalfachfrau ins Haus der Schwiegermutter Edith Gröger an der Mühlstraße gezogen. Die Wahlrodgauerin, die aktuell in der Grabpflege arbeitet, stellte in Jügesheim schnell ihren grünen Daumen unter Beweis.

„Vor fünf Jahren haben wir das einfach mal ausprobiert und die Pflanze hat sich total wohlgefühlt“, erzählt sie. Die schier unzählbare Blütenpracht blüht keineswegs gleichzeitig, sondern macht ihren Besitzern über lange Zeit Freude. Ab und zu gebe es mal ein braunes Blatt, aber das sei auch schon alles, sagt Heike Gröger. Auch den Winter überlebt das Gewächs, das lediglich aus einer einzigen Pflanze besteht.

Der charmante Bauerngarten ist inzwischen in weiten Teilen nach dem ausgerichtet, was Insekten lieben. „Möglichst naturnah“ lautet die Devise. Akkurate Rasenflächen und Pflanzbeete, die nicht von Hummeln und Schmetterlingen umschwärmt werden, sind Heike Gröger nämlich ein Dorn im Auge. „Wir müssen auch nicht jeden Tag Unkraut rausreißen“, sagt sie.

Nun ist überall fleißiges Summen zu hören und auch jede Menge Vögel erfreuen die Familie mit ihren Besuchen. Pestizide werden freilich keine eingesetzt und auch dem Maulwurf rücken die Naturfreunde nicht zu Leibe. „Obwohl mein Mann richtig glücklich nicht über den ist“, erzählt Heike Gröger lachend.

Sogar ein Bienenvolk wurde angeschafft. „Aber eigentlich gar nicht wegen dem Honig, sondern weil wir wollen, dass es noch Bienen gibt“, sagt Joachim Gröger. Auch Salat und Gemüse wird auf dem Grundstück an der Rodau angebaut. „Wir versorgen uns im Sommer fast komplett aus dem Garten“, erzählt Edith Gröger.

Immer wieder werden sie angesprochen auf ihre wild wuchernde Kletterpflanze: Die Kommentare sind keineswegs nur positiv. „Einige sagen, das würde man doch nicht mehr machen und dass die Pflanze das Mauerwerk angreift“, berichtet Edith Gröger. Doch ihr Sohn hat Drähte gespannt, an denen sich die Passionsblume entlang rankt, sie wächst also nicht direkt auf der Mauer.

Die Grögers sind überzeugt, dass die Pflanze das Raumklima verbessert, und wollen sie nun gezielt die Glasbausteine an der Vorderseite des Hauses überwuchern lassen. Denn die heizen sich ordentlich auf. Lediglich Eingang und Fenster müssen sie immer mal wieder frei schneiden. (Von Simone Weil)

Die Blüten sind ein Kunstwerk der Natur.

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