Nach Brand im vergangenen Jahr

Badesee Nieder-Roden: Auf diese Neuerungen dürfen sich Besucher freuen

Die Arbeiten für den Saisonstart am 27. April laufen auf Hochtouren. 150 neue Hecken sind schon gepflanzt worden.
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Die Arbeiten für den Saisonstart am 27. April laufen auf Hochtouren. 150 neue Hecken sind schon gepflanzt worden.

Noch gibt es zahlreiche Baustellen auf dem Gelände am Badesee. Denn dort laufen die Vorbereitungen für den Saisonstart am Samstag, 27. April, 10 Uhr, mit buntem Programm auf Hochtouren.

Nieder-Roden – Die Mitarbeiter füllen Sand auf, bestücken Pontons mit neuen Dielen und stellen neue Umkleidekabinen auf. 150 Hecken haben sie gepflanzt und drei Beete mit bienenfreundlichen Blumen angelegt, die die Anlage verschönern. Das Sportangebot wurde um eine sogenannte Cross-fit-Anlage erweitert, aber auch Ausruhen darf sein auf neuen Loungemöbeln rund ums Kiosk – sowohl im Textil als auch im FKK-Teil des Bades. Außerdem gibt es sonntags um 10 Uhr eine Stunde Yoga (Gebühr: 10 Euro). Und: Neuerdings können auch Radler mit kleinem Gepäck zum Strandbad kommen und finden Schatten. Denn dort gibt es jetzt Liegen und Sonnenschirme zum Ausleihen – für jeweils zwei Euro am Tag, kündigte Betriebsleiter Thomas Dursun an.

Nach Brand am Badesee Rodgau: Wohin mit dem Eingang?

Ein Brand hatte im vergangenen Jahr den Start in die Badesaison um sechs Wochen verzögert. Trotzdem waren wegen des ungewöhnlich heißen Sommers 196.570 Besucher gekommen. Die vom Feuer zerstörten Gebäude waren provisorisch durch Container ersetzt worden, die auch jetzt noch stehen. Elf dieser Metallboxen beherbergen aktuell Kasse, Sanitäranlagen und Verwaltung.

An einem Konzept für einen Ersatzbau werde gearbeitet, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Dabei wird erwogen, ob der Eingang verlegt werden und das Gebäude an einem anderen Platz stehen soll. Vor allem hinsichtlich einer möglichen Vergrößerung des Geländes müsse Einiges bedacht werden. Insbesondere die Nacktbader fühlten sich wegen der Lage des Eingangs benachteiligt, sagte Hoffmann. Eine optimale Verteilung zwischen FKK- und Textilstrand werde noch gesucht.

Bau muss bis März 2021 stehen - Vergrößerung des Strandbads?

Schaufeln für den Badestrand: Am 27. April wird der See mit „Fitnessjumping“, „Water-Walk-Bällen“, „Stand-up-Paddle“, Magier und „Blobshow“ eröffnet.

Nach den Vorgaben der Versicherung muss der Bau bis März 2021 stehen. Dafür fließen etwa 650.000 Euro. Was die ganze Angelegenheit kompliziert macht, ist die Tatsache, dass die Stadt nicht einfach nach ihren Bedürfnissen bauen kann. Das Gebäude dürfe nicht wesentlich größer oder teurer werden, sonst zahle die Versicherung nicht, erläuterte Klaus Barthelmes, Fachdienstleiter Steuerungsunterstützung und Finanzmanagement der Stadt Rodgau.

Die Stadt ist prinzipiell an einer Vergrößerung des Strandbads interessiert, um zusätzliche Freizeitangebote zu schaffen. Einigkeit herrscht darüber, dass das Kieswerk nicht mehr benötigte Uferflächen nach und nach an die Stadt zurückgibt. Die Rückgabe regelt ein sogenannter Abschlussbetriebsplan, den die Kaspar Weiss GmbH & Co. KG 2012 erstmals beim Regierungspräsidium einreichte. 2016 und 2017 ergänzte das Unternehmen den Antrag.

Kein Platz für Bootsverleih und Wasserskianlage

Nicht immer lässt sich aus Sicht der Stadt Sinnvolles mit den zurückgegebenen Flächen anfangen. Im vergangenen Jahr wollte das Unternehmen Teilflächen übertragen. Die größere (4,42 Hektar) reicht vom FKK-Strand bis zum Ufer gegenüber. Die kleinere (2,84 ha) liegt nordwestlich davon, geht also aus Sicht der FKK-Besucher rechts um die Ecke. Die erste Teilfläche ist unstrittig. Dort ist der Kiesabbau seit den 1970er Jahren beendet. Die Fläche ist aber noch nicht aus dem Rahmenbetriebsplan entlassen – eine Formsache.

Die kleinere Rückgabefläche liegt direkt neben dem heutigen FKK-Strand. Diese zweite Fläche sei zu klein, um sie sinnvoll nutzen zu können, hatte Hoffmann gesagt. Für Freizeitangebote wie Bootsverleih und Wasserskianlage fehlte bisher der Platz. Allerdings müsste die Wasserfläche vor dem Ufer dann 100 bis 150 Meter breit sein. Derzeit beschränkt der an vier Seiten vertäute Schwimmbagger die Nutzung der Fläche erheblich, sagte der Bürgermeister.

siw 

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