Wald bei Weiskirchen gesperrt

Gefährlicher Pilz: Bäume werden gefällt

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Die Rußrindenkrankheit hat auch Ahornbäume in der Nähe der Waldfreizeitanlage Weiskirchen befallen.

Die Rußrindenkrankheit hat auch Ahornbäume in der Nähe der Waldfreizeitanlage Weiskirchen befallen. Die betroffenen Bäume werden seit gestern gefällt. Die Arbeiten dauern auch heute an.

Weiskirchen –Das Gebiet wird weiträumig gesperrt. Spaziergänger und Radfahrer sollten Abstand halten. Die Pilzsporen, die bei der Fällung aufgewirbelt werden, können schwere Atemwegsprobleme hervorrufen. Zu den Symptomen zählen Reizhusten, Atemnot, Fieber und Schüttelfrost. Die Arbeiter tragen deshalb eine Schutzausrüstung. Das Holz wird zunächst auf einem abgesperrten Polter aufgesetzt. Später wird es in einer Verbrennungsanlage entsorgt.

Der Befall in Weiskirchen beschränkt sich auf einige Bäume. In Offenbach mussten im Februar rund 100 Bäume und Schösslinge beseitigt werden, die vom Pilz „Cryptostroma corticale“ befallen waren. Der Schlosspark Rumpenheim war wochenlang gesperrt. In der Nähe von Lich wurden sogar 30 000 kranke Bäume abgeholzt.

Die Rußrindenkrankheit entsteht durch einen Pilz, der schwarze Sporen ausbildet. Die Rinde bekommt Risse und platzt ab. Die Stämme sehen dann aus, als seien sie mit Ruß überzogen. Befallene Bäume können innerhalb eines Jahres absterben. Der Pilz wurde 2005 erstmals in Deutschland nachgewiesen. Trockenheit und große Hitze wie im Sommer 2018 begünstigen den Pilzbefall. Wer einen Bergahorn im Garten hat und die Rußrindenkrankheit vermutet, sollte sich an einen Fachbetrieb wenden: Nicht jeder Pilz mit schwarzen Sporen ist gefährlich. (eh)

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