Zwischenfall in DHL-Zentrum

Unbekannter Stoff ausgetreten: Mehr Verletzte als bislang bekannt

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Im DHL-Zentrum in Rodgau ist ein bislang unbekannter Stoff ausgetreten. (Symbolbild)

Im DHL-Zentrum in Rodgau ist es zu einem Zwischenfall mit einem Unbekannter Stoff gekommen. Dabei sind mehr Menschen verletzt worden als bislang bekannt.

Update, 20.45 Uhr: Es muss ein großer Schreck gewesen sein. Gegen 2 Uhr am frühen Dienstagmorgen war die Feuerwehr Rodgau alarmiert worden: Auf dem Gelände des Paketdienstleisters DHL in Nieder-Roden soll sich ein Gefahrgutunfall ereignet haben.

Ein bislang unbekannter Stoff sei aus einer mit Paketen beladenen sogenannten Wechselbrücke (Container für LKW/Bahn/Schiff) ausgetreten, hieß es. Fünf Mitarbeiter hatten danach über Atemwegsreizungen geklagt.

Unbekannter Stoff in Rodgau ausgetreten: Mann in Klinik

Einem Mitarbeiter war übel geworden und er hatte Atemprobleme. Er wurde unter Notarztbegleitung in ein Krankenhaus gebracht, das er inzwischen aber schon wieder verlassen hat. Die weiteren vier Verletzten wurden nach Angaben der Feuerwehr ambulant behandelt, konnten aber bald danach wieder gehen.

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Die Feuerwehren Rodgau Süd, Nord sowie die Gefahrguteinheit des Kreises Offenbach waren mit einem Großaufgebot von etwa 120 Einsatzkräften vor Ort. Trotz intensiver Untersuchungen mit Atemschutzmasken konnte bislang nicht geklärt werden, um welchen Stoff es sich gehandelt haben soll. „Mit den vor Ort zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir nichts gemessen“, erläuterte Stadtbrandinspektor Andreas Winter.

Unbekannter Stoff ausgetreten: Arbeiten dauern bis 4 Uhr

Die Arbeiten dauerten bis gegen 4 Uhr an. Wie Postpressesprecher Stefan Heß mitteilt, war der beladene Container isoliert worden, um von der Feuerwehr untersucht werden zu können. Das habe zunächst zu größeren logistischen Problemen bei den Ein- und Ausfahrten geführt.

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Obwohl kein messbarer Nachweis eines gefährlichen Stoffes gefunden worden war, sei der betroffene Container zunächst nicht weiter bearbeitet, aber schließlich wieder freigegeben worden. Darüber hinaus gebe es keine Rückstände bei der Paketpost, sagte Heß.

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Die große Zahl der Einsatzkräfte erklärt Stadtbrandinspektor Winter mit den Hinweisen bei der Alarmierung. „Da ist viel Manpower gefragt“, erläutert er. Der Umgang mit Gefahrgut, die Reinigung und die Dekontaminierung der verwendeten Hilfsmittel seien sehr aufwendig, sagte er. „Letztlich waren nur etwa 20 Personen beschäftigt, die anderen waren in Bereitschaft“, beschrieb Winter die Situation. Das Positive aus Sicht des Feuerwehrmannes: Es habe alles sehr gut geklappt.

Gefährlicher Stoff in DHL-Zentrum ausgetreten – Feuerwehr nennt neue Details

Update, 10.39 Uhr: Insgesamt waren 148 Feuerwehr- und Rettungskräfte im Einsatz, wie eine Sprecherin der Stadt Rodgau auf Nachfrage bestätigte. Die Feuerwehr führte Messungen mit Atemschutzmasken an und im Container durch, jedoch konnte nicht geklärt werden, was die Ursache für den Austritt war. Offenbar wurden auch die drei leicht verletzten Mitarbeiter ins Krankenhaus eingeliefert, dort nach ambulanter Untersuchung allerdings bald wieder entlassen. 

Erstmeldung vom 16. Juli, 9.01 Uhr: Rodgau – Gegen 2 Uhr heute Morgen kam es auf dem Gelände des Paketdienstleisters DHL in Rodgau zu einem Gefahrgutunfall. Ein bislang unbekannter Stoff ist aus einem mit Paketen beladenen LKW ausgetreten. Vier Mitarbeiter klagten daraufhin über Atemwegsreizungen – ein Mitarbeiter wurde schwerer verletzt und musste unter der Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht werden, wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage bestätigte. Die restlichen drei Verletzten wurden ambulant behandelt. 

Rodgau: Unbekannter Stoff tritt aus

Die Feuerwehr aus dem gesamten Kreis Offenbach waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Trotz Untersuchung konnte bislang nicht geklärt werden, welcher Stoff ausgetreten ist. Die hat die weiteren Ermittlungen übernommen. 

marv/siw

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