Nachwuchs gesucht

Heimatverein Jügesheim wünscht sich Unterstützung

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Die Präsentation ist schön geworden: Die Küchenecke mit altem Buffet begrüßt Besucher gleich am Eingang und hat ein ansprechendes Eckchen gefunden. Herbert Josef Spahn ist froh, über den Umzug.

Nicht alle Exponate haben einen Platz gefunden. Von einigen Ausstellungsstücken hat sich der Heimatverein Jügesheim auch verabschieden müssen, bevor der Umzug in die Heckel-Passage anstand.

Jügesheim – Schließlich haben die Heimatforscher dort 100 Quadratmeter weniger Fläche als im ursprünglichen Haus. Dafür aber ist es hell und freundlich und wird auch im Winter warm. Nach fast einem Jahr ist alles an Ort und Stelle. Die stattlichen 19 Vitrinen zur Erdgeschichte mit unzähligen Einzelteilen und Fossilien von Gerhard Lämmlein stehen wie vorher. Manches Stück, das in den Räumlichkeiten am ehemaligen Schwesternhaus nicht so viel Beachtung fand, zeigt sich nun sogar in besserem Licht.

„Insgesamt hat alles gut geklappt und wir haben viel positive Resonanz bekommen“, erzählt Vorsitzender Josef Herbert Spahn. Viele freiwillige Helfer hatten sich eingefunden und den Verein beim Umzug an die Vordergasse unterstützt. Ein Kraftakt.

Es sei toll geworden, meinen die meisten Gäste, von denen zahlreiche übrigens zum ersten Mal das Museum für Heimatkunde und Erdgeschichte besuchen. Weil einige ältere Herrschaften Schwierigkeiten haben, die Stufe vor der Tür zu überwinden, haben die Tüftler des Vereins einen Griff angebracht, so dass Gäste sich beim Betreten sicher fühlen.

Diese Aufnahme von 1910 zeigt den Schuljahrgang 1900/1901.

Für das neue Domizil sind von den knapp 100 Mitgliedern nun Fixkosten von über 10.000 Euro aufzubringen. Bislang funktioniert das mit Mitgliedsbeiträgen (21 Prozent), städtischer Förderung (14 Prozent), Spenden (35 Prozent) und dem Verkauf von Kaffee, Kuchen, Getränke (30 Prozent).

Der Verein hat vor, zusätzliche Veranstaltungen anzubieten, um durch die Bewirtung mehr Geld in die Kasse zu spülen. Ein Puffer schadet schließlich nicht. „Es entspricht auch dem Wunsch der Besucher, mehr Vorträge zu veranstalten“, sagt Spahn.

Auf einen festen Eintrittspreis für den Museumsbesuch will man allerdings verzichten. Inzwischen aber informiert ein Aushang darüber, dass der Verein auf Hilfe angewiesen ist und um Spenden bittet.

Auch neue Mitglieder sind willkommen, die sich gerne inhaltlich einbringen können. Schließlich freuen sich die Hobbyhistoriker über Nachwuchs. Josef Herbert Spahn, bereits im 18. Jahr Vereinsvorsitzender, wäre außerdem froh, wenn ein Anwärter für die Leitung in Sichtweite käme. Das Museum ist am Sonntag, 5. Mai, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Es gibt Kaffee, Kuchen und kühle Getränke.

Von Simone Weil

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