Verbundenheit gestalten

Kunterbunte Wimpelkette durch Rodgau - das steckt hinter der Aktion

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Auch im Wald hingen die ersten Teile der Wimpelkette bei Gerd Steinles Natur-Kultur.

Kunterbunte Wimpel flattern im Wind: Jedes Stoffdreieck sieht anders aus, manche sind bemalt, bestickt, mit Zeichnungen, Schmuckelementen versehen und vieles mehr. Die Idee, solch eine lustige Girlande zu schaffen, entstand beim Workshop der Jugend-Art.

Jügesheim – Birgit Mayer-Tauber, Sozialpädagogin und Kunsthandwerkerin, und der Kunstschmied Joachim Harbut zettelten das Projekt an. Weil sich die kleinen Stoffteile recht zügig gestalten lassen, werden auch schnell Erfolge erzielt. Inzwischen sind bereits etwa 500 Stoffdreiecke entstanden. Unterstützt durch Gabriele Ziegler von der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt der Stadt Rodgau ergab sich eine Zusammenarbeit.

Schnell hatte Birgit Mayer-Tauber die Vision einer sehr langen, bunten Kette, die sich durch ganz Rodgau zieht. Die Idee hat Charme: Unter dem Motto „Verbundenheit gestalten: eine Wimpelkette für Rodgau“ arbeitet sie nun auf dieses Ziel hin. Die Sozialpädagogin findet es besonders reizvoll, dass an den Wimpelstationen, die bei verschiedenen öffentlichen Anlässen eingerichtet werden, ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen.

Rodgau: Botschaften, Liebeserklärungen, Sinnsprüche

Dass Menschen, die sonst vielleicht gar nichts miteinander zu tun hätten, nun ins Gespräch kommen und sich kreativ einbringen, findet die Kunsthandwerkerin mit Wohnsitz in Jügesheim, sehr spannend. Auf manchen Wimpeln finden sich regelrechte Botschaften, Liebeserklärungen, Sinnsprüche. Jeder malt und schreibt, was ihm gefällt. „In all dieser Vielfalt zeigt sich, wie bunt und offen Rodgau ist“, freut sich die 53-Jährige.

Daheim werden die Stoffteile zusammengenäht: „Die Aktion mach viel Spaß“, findet Birgit Mayer-Tauber.

Um noch mehr Bürger zum Mitmachen anzuregen und für die Initiative zu begeistern, will Mayer-Tauber sich bei großen Festen und Veranstaltungen mit ihrer Wimpelstation präsentieren. Sie sucht auch noch Menschen, die sich beteiligen, die Idee weiterzutragen. Multiplikatoren wie Lehrer und Erzieher, die in ihren Klassen oder in der Kita Wimpel machen, Sportvereine, die sich einbringen und einfach alle, die wollen. Ehrenamtliche Helfer, die die Wimpelstation im Partyzelt betreuen, sind ebenso gefragt wie Sponsoren, die Geld für Farben oder Stoffe spenden.

Auch daheim oder wo auch immer können kleine Flaggen hergestellt werden. Eine Anlaufstelle, um fertig Produziertes abzugeben oder auch Fragen zu beantworten, ist Gabriele Ziegler von der Agentur Kultur, Sport und Ehrenamt in der Alten Apotheke Jügesheim, Tel.: 06106/693-1221. Fragen beantwortet auch Birgit Mayer-Tauber unter Tel.: 0175/1546375.

Infos: wimpelkette-rodgau.jimdofree.com

Von Simone Weil 


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