Kleine Schritte im eigenen Umfeld

Private Initiative „Nachhaltig in Rodgau!“: Klimaschutz fängt zuhause an

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Sie wollen nachhaltig etwas für Rodgau tun und suchen Mitstreiter: Elke Tomala-Brümmer, Rainer Brümmer, Brigitte Pflüger, Heike Kurz und Annette Köbler (von links).

Die feuchte Wäsche auf die Leine statt in den Trockner, den Kaffee zum Mitnehmen ins eigene Gefäß von zuhause: Jeder kann etwas tun, um den Klimawandel zu verlangsamen. 

Rodgau – Dieser Anspruch ist das Credo der neuen Initiative „Nachhaltig in Rodgau!“.

Die Gruppe möchte Menschen dazu motivieren, über die eigenen Möglichkeiten im Kampf gegen den Klimawandel nachzudenken und die eigenen Ideen dann auch zu realisieren. Ausgelöst hat den Zusammenschluss der parteiunabhängigen Initiative die Umweltbewegung „Fridays for future“, wobei Schüler weltweit für die Teilnahme an Klimaschutz-Demos die Schule schwänzen.

Ihr gemeinsames Interesse entdeckt haben Heike Kurz, Elke Tomala-Brümmer, Brigitte Pflüger, Annette Köbler und Rainer Brümmer am Rand einer städtischen Veranstaltung zum Rodgauer Klimaschutzkonzept am 9. März und bei einem ähnlichen Termin in Rembrücken. „Das hat uns darin bestärkt, dass wir nicht mehr nur Zuhörer sein wollen, sondern dass wir gemeinsam etwas im unmittelbaren Umfeld tun können“, erzählt Brigitte Pflüger. Dass sie mit ihren Anliegen „überall auf offene Ohren“ treffen, bestärkt die Gemeinschaft in ihrem Ziel, Informations- und Motivationskampagnen zu starten. Geplant ist, ein Netzwerk aufzubauen und mit Informationen zu speisen, wo man in Rodgau zum Beispiel verpackungsfreie Ware beim Einkauf bekommt, wie es um das Radwegenetz bestellt ist und mehr. Filmvorführungen, Vorträge und Aktionen mit dem Einzelhandel sind möglich. Werben wollen die Aktivisten für ihre gute Sache „ganz ohne erhobenen Zeigefinger“. Dann ändere sich in den Köpfen der Menschen eher etwas, als wenn alles kompromisslos vorgekaut werde. „Wir möchten eine Bewusstseinsänderung erreichen.“ Eine Forderung an die Politik ist schon formuliert: Verkehrskonzepte sollten sich nicht auf den Autoverkehr fokussieren, sondern auf Fußgänger und Radfahrer. „Da müssen wir gedanklich endlich die Reihenfolge ändern“, appelliert Rainer Brümmer. Und hofft mit seinen Mitstreiterinnen auf möglichst breites Interesse, damit aus ihren Ideen eine Bewegung wird.

Gelegenheit zum Kennenlernen der neuen Initiative besteht am Sonntag, 2. Juni. Dann wird „Nachhaltig in Rodgau!“ beim Entenrennen der Emmausgemeinde rechtzeitig zur Deutschen Woche der Nachhaltigkeit mit einem Infostand vertreten sein – Gewinnspiel für Kinder mit kleinen Preisen inklusive.

Der erste Stammtisch, zu dem Gäste herzlich willkommen sind, folgt dann am 12. Juni um 20 Uhr im Restaurant „Dalmatia“ am Rathaus Jügesheim. Auf dem Programm steht zudem die Teilnahme am Stadtjubiläumsfest am 31. August.  

bp

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