Nach vier Jahren Vorbereitung

WLAN-Hotspots in Rodgau - an den wichtigsten Plätzen kostenlos ins Internet

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Ein freies WLAN-Netz sucht man am Rathaus noch vergebens. In einigen Wochen soll sich das ändern.

An vier Plätzen im Stadtgebiet kann man bald kostenlos mit Mobilgeräten das Internet nutzen. Die WLAN-Hotspots werden derzeit aufgebaut und ab Oktober freigeschaltet. Zwei weitere Standorte sollen Anfang 2020 folgen. Die Vorbereitungen dauerten fast vier Jahre.

Rodgau – Was für die Nutzer gratis ist, kostet die Stadt rund 120 000 Euro. Auf diese Summe beziffert Schanze den Aufwand für Technik, Installation und Betrieb für die ersten fünf Jahre. Die Hälfte der Kosten trägt die Energieversorgung Rodau GmbH, eine Tochterfirma der Stadtwerke und der Maingau Energie.

Die ersten vier Standorte sind das Rathaus, das Sozialzentrum am Puiseauxplatz, der Ludwig-Erhard-Platz und das Bürgerhaus Nieder-Roden. Anfang 2020 sollen die Bürgerhäuser in Dudenhofen und Weiskirchen folgen.

Bei Veranstaltungen können mehrere hundert Nutzer WLAN gleichzeitig nutzen

Die Technik ist so ausgelegt, dass bei Veranstaltungen mehrere hundert Nutzer gleichzeitig darauf zugreifen können. Allein die Antenne am Rathaus deckt einen Bereich vom Bioladen bis fast zur Bäckerei Bauder ab. Vom drahtlosen Gratis-Internet profitierten „auch der Einzelhandel, die Gastronomie und konsumnahe Dienstleister im jeweiligen Umfeld“, erwartet Bernhard Schanze.

Die Stadtverordnetenfraktion „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) hatte im September 2015 erstmals beantragt, in den Zentren der Stadtteile nach und nach kostenlose WLAN-Zugänge aufzubauen. Als das Stadtparlament nach drei Monaten über den Antrag beriet, hatte die Verwaltung bereits eine Arbeitsgruppe aufgebaut, um Informationen zu sammeln. Die regierende Kooperation (SPD, Grüne, FDP, Rodgauer Liste) beschloss daraufhin lapidar: „Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt, dass der Magistrat ein Konzept für ein freies WLAN erarbeitet.“

Leistungsfähige Internetanbindung Voraussetzung für öffentliche Hotspots

Eineinhalb Jahre später lag dieses Konzept noch nicht vor. Die ZmB-Fraktion hakte im Sommer 2017 nach und erhielt unter anderem die Auskunft, dass für öffentliche Hotspots eine leistungsfähige Internetanbindung notwendig sei. Die Antwort des Magistrats beschränkte sich aber nicht auf solche Binsenweisheiten. Die Verwaltung hatte bereits geeignete Standorte ausgewählt, fünf Angebote von Dienstleistern eingeholt und mit den Stadtwerken gesprochen. Wegen der notwendigen technischen Vorbereitungen sei „realistisch (…) erst im weiteren Verlauf des Jahres 2018 mit einer Umsetzung zu rechnen“, schrieb Bürgermeister Jürgen Hoffmann damals. 

eh

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