Schäden auf Wegen

Holperstrecken gefährden Radfahrer

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Selbst ist der Mann: CDU-Stadtverordneter Ewald Simon, der frühere Ortsvorsteher Hainhausens, warnt Fahrradfahrer auf dem Bahnpfädchen vor gefährlichen Holperstellen.

Rodgau - Wie groß sind die Schäden an den Fahrradwegen im Stadtgebiet? Das soll der Magistrat nun im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung klären.

Einstimmig fordert das Stadtparlament eine Liste der reparierbedürftigen Abschnitte. Der Magistrat soll auch die Reihenfolge der Reparaturen festlegen und die Kosten ermitteln. Der CDU wäre es lieber gewesen, notwendige Reparaturen gleich zu erledigen. Dieser Antrag fand aber keine Mehrheit – unter anderem deshalb, weil die Haushaltsmittel für Radwege in diesem Jahr beinahe erschöpft sind.

„Manchmal reicht es eben nicht aus, nur Schäden aufzunehmen, zu verwalten und darüber zu berichten“, sagte Dr. Barbara Unger-Lamprecht (CDU) im Stadtparlament. Die CDU wolle konkrete Taten sehen. Dazu gehörten auch bessere Wegweiser.

Für Fahrradwege stünden in diesem Jahr nur 100.000 Euro im Haushaltsplan bereit, hielt ihr Jürgen Kaiser (SPD) entgegen: „Wenn Sie die Zeitung ordnungsgemäß gelesen haben, dürfte klar sein, dass das Geld schon größtenteils ausgegeben ist.“ Anhand der Liste des Magistrats könne man im Oktober die Prioritäten fürs nächste Jahr festlegen. Das sei besser, als jetzt planlos einzelne Stellen zu reparieren.

Radfahrer-Falle toter Winkel: Gefahr durch abbiegende Lkw

„Es kann nicht immer nur nach der Reihenfolge gehen, es muss auch mal nach Dringlichkeit gehen“, unterstrich CDU-Fraktionsvorsitzender Clemens Jäger. Als vordringlich bezeichnete er die schadhaften Stellen des Rodgau-Rundwegs und das Bahnpfädchen zwischen Jügesheim und Hainhausen. Baumwurzeln haben den Asphaltweg an der Bahn in eine Holperstrecke verwandelt. CDU-Stadtverordneter Ewald Simon hat die gefährlichen Stellen am Wochenende mit Sprühfarbe markiert – in Abstimmung mit den Stadtwerken, wie er betont. Die gelbgrünen Linien sollen die Unfallgefahr senken.

Kaputt: Feldweg bei Weiskirchen-Ost.

Auch an anderen Stellen müssen Radfahrer aufpassen. Thomas Keller, ein Leser unserer Zeitung, weist auf den „katastrophalen Zustand“ des asphaltierten Feldwegs zwischen Weiskirchen-Ost und Jügesheim hin. Am Feldkreuz sei die ursprüngliche Fahrbahndecke nur noch auf zehn Zentimeter Breite erhalten. Eine andere Stelle: Der Rodgau-Rundweg in der Nähe der Bauernhöfe in Jügesheim-Ost sei eine Rüttelpiste, die Schlaglöcher seien mit grobem Schotter kaschiert. (eh)

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